Der in der Zeit vom 22.12.20 bis 10.01.21 erstmals ausgetragene Wettstreit, in dem Schwaben und Ostfriesen herausfinden wollten, wer die meisten Kilometer gehend, walkend oder laufend zurücklegen konnte, war eine überaus erfolgreiche Veranstaltung. Die Ostfriesen hatten zuerst die 100.000 km geschafft und gemeinsam wurden über 500.000 km (insgesamt 653.472,59 Kilometer) von den insgesamt mehr als 9000 Teilnehmern zurückgelegt. In der Zeit vom 20.12.21 bis 09.01.22 soll das Kräftemessen wiederholt werden. Veranstalter ist "Spaß mit Sport" unter der Leitung des Ossiloop-Organisators Edzard Wirtjes aus Leer.

Hier das Endresultat aus Sicht der teilnehmenden Läuferinnen und Läufer des MTV-Wittmund:

 

 

 

Ausdauersport - Nach der erfolgreichen Premiere der Laufchallenge gibt es eine Neuauflage

 

Auch Heike Dirks und Edzard Wirtjes haben zum Sieg der Ostfriesen über die Schwaben  beigetragen.     BILD: Jochen Schrievers
Auch Heike Dirks und Edzard Wirtjes haben zum Sieg der Ostfriesen über die Schwaben beigetragen. BILD: Jochen Schrievers

OSTFRIESLAND. (SM) Wem gelingt es zuerst, im Zeitraum vom 22. Dezember bis 10. Januar 100 000 Kilometer zu sammeln? Die Ostfriesen hatten die Schwaben zu einem virtuellen Benefiz-Laufduell herausgefordert. Die Challenge haben die Ostfriesen klar für sich entschieden. Initiator Edzard Wirtjes zog ein positives Fazit. Eine Neuauflage mit neuer Zielsetzung ist bereits terminiert.

Lasst uns dem kühlen Norden zeigen, was der wilde Süden trotz Corona noch im Kompressionsstrumpf hat, hieß es anfangs euphorisch auf der Internetseite der Schwaben. Doch schon bevor der erste Kilometer gelaufen war, hieß es 1:0 für die Ostfriesen. Mit ihren Anmeldezahlen konnten die Schwaben nicht mithalten. Die wollten den Ostfriesen deshalb einfach davonlaufen. Auch das klappte nicht. Am Ende stehen 362 336,42 Kilometer der Ostfriesen 291 107,77 Kilometern der Schwaben gegenüber. Macht zusammen mehr als eine halbe Million Kilometer. Genau 653 444,19 Kilometer.

Ziel als erste erreicht

Die anfangs als Ziel gesetzten 100 000 Kilometer hatten die Ostfriesen als erste und schnell erreicht. Um für die Teilnehmer die Motivation weiter hoch zu halten, wurde die Marke neu gesteckt. Zusammen sollten am Ende nun 500 000 Kilometer stehen. Auch das wurde vorzeitig erreicht.

Insgesamt fast 10 000 Läufer hatten dazu beigetragen. 5404 hatten sich aufseiten der Ostfriesen in die Teilnehmerliste eingetragen. 95 Prozent, schätzt Wirtjes, seien aus der Umgebung gekommen. Aber auch weit über die Grenzen hinaus stieß die Challenge auf Interesse. „Eine interessante Veranstaltungsform, die zum Laufen motiviert“, sagt Wirtjes. Er hat viele positive Rückmeldungen bekommen. Unter anderem von einem gebürtigen Leeraner, der in Biberach für die Ostfriesen gestartet ist und ein Foto gesendet hat, wie er dort am letzten Challenge-Tag durch das Ulmer Tor lief. Die Challenge sei über die Feiertage eine gute Motivation gewesen, spazieren zu gehen, obwohl es eigentlich zu kalt gewesen sei, schrieb er.

Die meisten Kilometer für die Ostfriesen sammelte Frank Tabbert von der LG Ostfriesland. Seine Leistung: 666,66 Kilometer. Folkert Redenius vom LT TuRa Westrhauderfehn kommt dahinter ebenfalls mit einer Schnapszahl – 555,55. Exakt 500 Kilometer lief Heinrich Bohlen. Es folgt mit Jessica Tuitjer vom Lauftreff Holtland bereits die erste Frau (463,32). Fünfter in dieser Rangliste ist Stefan de Jonge vom TuS Weene (443,48), Sechster sein Vereinskollege Boris Neumann (432,72). Mit der Ossiloop-Siegerin Verena Coordes ist der TuS Weene (363,53) ein weiteres Mal in der Teilnehmerliste ganz vorne platziert.

Edzard Wirtjes brachte es auf 202,61 Kilometer. Er knackte am letzten Tag die 200-Kilometer-Marke, als er den stadtökologischen Lehrpfad in Leer und noch ein bisschen mehr lief und so auf 35 Kilometer kam.

Siegerehrung und Neuauflage

Am Montagabend haben sich Wirtjes und die Gegenseite aus Schwaben per Video zur Siegerehrung verbunden. Bei einer Tasse Tee. So hatten Wirtjes und seine Frau im Vorfeld auf der Ossiloop-Internetseite Werbung für die Teilnahme an der Challenge gemacht. Für die Ostfriesen-Läufer wird Wirtjes noch eine Urkunde entwerfen.

Das Mitmachen war für die Läufer kostenlos. Beide Veranstalter richteten bei der Anmeldung aber die Möglichkeit ein, für ein Nachhaltigkeitsprojekt, für die Pflanzung von Bäumen zu spenden. Aufseiten der Ostfriesen kamen rund 15000 Euro zusammen, die für ein Baumprojekt in Leer eingesetzt werden sollen.

Die zweite Auflage der Challenge wird vom 20. Dezember 2021 bis zum 9. Januar 2022 stattfinden. Das Ziel dann: 1 000 000 Kilometer. In Worten: eine Million.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 15.01.2021

 

AUSDAUERSPORT - Ossiloop findet nicht statt – 5500 Läufer beim Nord-Süd-Vergleich – Alternative Version auch 2021 geplant

Bilder wie dieses vom Ossiloop 2018 wird es auch in diesem Jahr nicht geben.BILD: Joachim Albers
Bilder wie dieses vom Ossiloop 2018 wird es auch in diesem Jahr nicht geben.BILD: Joachim Albers
OSTFRIESLAND. (LIN) Edzard Wirtjes hat in der vergangenen Woche viele Gespräche geführt. Mit dem Leeraner Landrat Matthias Groote, mit seinem Team und mit einigen ostfriesischen Läufern. Danach war für den Organisator des Ossiloops die Entscheidung gefallen: Die 40. Ausgabe des Laufes, die eigentlich vom 27. April bis zum 14. Mai stattfinden sollte, wird ausfallen. Für die Ossilooper ist dies eine bittere Nachricht. Bereits im vergangenen Jahr mussten sie auf die Kultveranstaltung verzichten.
Keine andere Wahl

Die Entwicklung der Infektionszahlen in der Corona-Pandemie ließen Wirtjes am Ende keine Wahl. „Selbst wenn es von den Infektionszahlen her möglich wäre, warum sollten wir im Frühjahr eine Veranstaltung mit mehr als 3000 Läufern anbieten. Muss man denn alles ausreizen?“, fragt sich Wirtjes. So wird es im März zunächst einmal die zweite Ausgabe des „Ossiloop anners“ geben. Als Ersatz für den klassischen Lauf über sechs Etappen sucht Wirtjes noch nach einer kreativen Lösung. Vielleicht wird es wieder ein kleiner Wettbewerb, wie jetzt im Dezember und Januar der Laufwettstreit mit den Schwaben. Rund 5500 ostfriesische Sportler nutzten diese Abwechslung zwischen den Feiertagen und machten mit bei dem Nord-Süd-Vergleich.

Ossiloop-Organisator Edzard WirtjesBILD: Wolf-Rüdiger Saathoff
Ossiloop-Organisator Edzard WirtjesBILD: Wolf-Rüdiger Saathoff

Zunächst hatte Wirtjes den Plan verfolgt, im Frühjahr vielleicht eine abgespeckte Version des Ossiloops anzubieten. Im Falle einer Absage tendierte Wirtjes dazu, den „Ossiloop anners“ als Notlösung einfach zweimal innerhalb eines Jahres anzubieten. Doch auch diese Idee wird nach den Telefongesprächen nicht umgesetzt. Eine Verlegung der klassischen Variante über sechs Etappen in den Herbst erachtet Wirtjes als wenig sinnvoll. „Da wollen alle hin mit ihren Veranstaltungen. Das würde unnötige Konflikte geben“, sagt Wirtjes.

„Ossiloop anners“ 2021

Nun steht also erst einmal der „Ossiloop anners“ im März im Fokus der Planungen. Im vergangenen Jahr musste Wirtjes kreativ werden und hob nach der Corona-Absage des Ossiloops die Alternative aus der Taufe. Die kurzfristige Lösung wurde von einigen Läufern zunächst skeptisch betrachtet, doch nach kurzen Reibungen wurde sie für gut befunden, was sich auch in der hohen Teilnehmerzahl widerspiegelte. Viele Läufer machten mit, weil sie sich nicht mit der großen Masse in einem Wettbewerb mit Zeitnahme messen wollten, sondern vor der eigenen Haustür auf einer frei gewählten Strecke laufen konnten. Dafür hatten sie am Etappentag auch den ganzen Tag über Zeit – ein weiterer Vorteil für Ossiloop-Muffel. Außerdem waren auch Walker und Nordic Walker zugelassen. „Nach dem ersten Lockdown waren die Läufer froh, dass sie sich wieder draußen betätigen durften“, sagt Wirtjes.

1100 Anmeldungen

Die zweite Ausgabe im März scheint bei vielen Sportlern wieder fest im Laufkalender eingeplant zu sein. Nach Angaben von Wirtjes haben sich bereits 1100 Läufer für die Alternativversion angemeldet. Die erste Etappe führt am Dienstag, 9. März, über 11,2 Kilometer. Weitere fünf Etappen werden bis zum 26. März folgen.

Wenn es die Pandemielage zulässt, möchte Wirtjes mit seinem Team mehr dezentrale Moderation anbieten. Heino Krüger, die Stimme des Ossiloops, soll mit seinem „Balkon“ zu Vereinen, Sponsoren und Firmen reisen. Wirtjes würde auch mal mit seinem Liegefahrrad vorbeischauen.

Klimaneutrale Version

Die alternative Version des Ossiloops hat noch einen weiteren, positiven Effekt. „Der ‚Ossiloop anners‘ war sicherlich eine der klimaneutralsten Veranstaltung, da wir fast keinen Verkehr ausgelöst haben“, sagt Wirtjes. Nun soll das obligatorische Dörlooper-Shirt möglichst in Deutschland produziert werden. Außerdem wird dieses T-Shirt nicht automatisch für jeden Teilnehmer bestellt. So sollen Ressourcen geschont werden, und auch die Kleiderschränke der ostfriesischen Läufer. Bis es soweit ist, hat Edzard Wirtjes genügend Zeit, um für den Frühling oder Sommer einen neuen attraktiven Lauf-Wettbewerb zu entwickeln.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 13.01.2021

 

Leichtathletik - Läufer haben 500 000 Kilometer in den Beinen

Ostfriesland / Ulm: Damit haben die Verantwortlichen nicht gerechnet. Mehr als 9000 Läufer haben sich am Duell Schwaben gegen Ostfriesland beteiligt. Kurz vor Weihnachten hatten die Organisatoren des Ulmer Einstein-Marathons das Ossiloop-Team herausgefordert. Wer zusammen mit seiner Laufgemeinde zuerst 100 000 Kilometer absolviert, hat gewonnen. Dieser Titel ging mit großem Vorsprung an die Athleten von der ostfriesischen Halbinsel und ihre Unterstützer. Schon am 27. Dezember standen die Sieger fest.

Doch die Schwaben steckten ihre Niederlage gut weg und setzten auf die Gesamtkilometer die bis zum Ende der Aktion gelaufen werden. Angesetzt war die Laufchallenge für den Zeitraum bis zum 10. Januar. Und daran wurde festgehalten. Doch auch hier sah es lange nicht gut aus für die Ulmer und ihr Team. Zwischenzeitlich hatten sich die Läufer aus dem hohen Norden so weit abgesetzt, dass sie die Schwaben überrundet hatten. Mehr als 100 000 Kilometer Vorsprung standen für die Ostfriesen zu Buche. Ähnlich wie beim Ossiloop hatte die Sportler der Ehrgeiz gepackt. Innerhalb der Lauftreffs, Vereine, Familien, Schulklassen und Firmengruppen entwickelten sich kleine Duelle, wer denn mehr Strecke machen würde. Andere sahen die Laufchallenge als gute Gelegenheit, sich selbst herauszufordern. Der Esenser Kevin Schelken ließ sich dabei vom zwischenzeitlich stürmischen Wetter nicht aufhalten. Der Wald war wegen des starken Winds tabu, also ging es auf die Bahn. Was für viele Athleten wie ein Alptraum klingt, war für ihn ein Sonntag nach seinem Geschmack: Im Stadion des NIGE absolvierte er einen Marathon. 107 Runden auf der Tartanbahn bei norddeutschem Schietwetter.

Um nicht schon wieder von den Ostfriesen abgestraft zu werden, gaben die Organisatoren der Challenge nun ein gemeinsames Ziel aus. Zusammen sollten 500 000 Kilometer erreicht werden. Und auch diese Marke ist inzwischen gefallen. Natürlich trugen die Ostfriesen den größeren Teil zur Gesamtdistanz bei, doch die Schwaben holten auf. Auch sie stehen inzwischen bei deutlich mehr als 200 000 Kilometern.

aus Anzeiger für Harlingerland" vom 08.01.2021

 

 

Das schlechte Wetter kann weder Ostfriesen noch Schwaben stoppen: Die Aktiven nähern sich rasant dem gesteckten 500.000 km Ziel. Auch die Läufer /  Walker / Geher vom MTV Wittmund haben ihren Beitrag zu dieser großartigen Leistung beigetragen!

 

 

 

LEICHTATHLETIK - Ostfriesen laufen 100 000 Kilometer in gut 100 Stunden und hängen die Kontrahenten aus Schwaben ab - Auch etliche Läufer vom MTV-Wittmund unterwegs

 
von Jochen Schrievers
 
 
 
                 
Zwischenstand vom Morgen des 29.12.2020
 
Zusammen mit mehr als 5000 Läufern aus der Region hat Thilo Janßen dafür gesorgt,  dass das Team aus Ostfriesland deutlich ihn Führung liegt.   BILD: Jochen Schrievers
 
Zusammen mit mehr als 5000 Läufern aus der Region hat Thilo Janßen dafür gesorgt, dass das Team aus Ostfriesland deutlich ihn Führung liegt. BILD: Jochen Schrievers

 

OSTFRIESLAND/ULM. Da haben sich die Schwaben wohl mit den Falschen angelegt. Die Organisatoren des Einstein-Marathons in Ulm haben die Verantwortlichen des Ossiloops herausgefordert, ihre Laufgemeinde zu mobilisieren und im sportlichen Wettstreit gegen das Team aus Schwaben anzutreten. Die Aufgabe war klar formuliert: Wer zuerst 100 000 Kilometer läuft hat gewonnen. Ebenso klar wie die Aufgabe war das Ergebnis. Die Ostfriesen haben mit Unterstützung von Sportlern aus der gesamten Region einen Kantersieg gefeiert.

Schwaben setzen auf Prominenz

Schon bevor am 22. Dezember der Startschuss fiel, ahnten die Schwaben, dass es eng werden könnte. Zu groß war die Beteiligung im hohen Norden. Werbewirksam setzten sie auf Sportprominenz. So trat für die Mannschaft des Einstein-Marathons unter anderem Dieter Baumann an. Baumann hatte 1992 olympisches Gold über 5000 Meter gewonnen. Doch auch das beeindruckte die Ostfriesen kaum. Zu Beginn der Challenge kamen auf jeden Starter der Schwaben zwei Läufer an der Küste. „Auch wenn die Ostfriesen mehr Anmeldungen haben als wir Schwaben, wir laufen ihnen einfach davon. Morgen werden wir sie überraschen“, hieß es aus Ulm. Doch daraus wurde nichts. Nach 24 Stunden hatten die Schwaben 7410 Kilometer absolviert. Sicherlich kein schlechtes Ergebnis, aber gegen die 21 528 Kilometer des Teams aus Ostfriesland einfach nicht genug. „Lasst uns dem kühlen Norden zeigen, was der wilde Süden trotz Corona noch im Kompressionsstrumpf hat“, hieß es vor dem Start noch großspurig.

Mehr als 5200 Starter im hohen Norden

Die Zahl der Teilnehmer stieg auf beiden Seiten stetig. Inzwischen haben sich auf der Seite des Einstein-Marathons mehr als 3600 Sportler registriert, die Ossiloper vermelden gut 5200 Athleten. Mit dabei ist auch Thilo Janßen. Der Fußballer des TuS Strudden hatte über die sozialen Medien von der Challenge erfahren und sich umgehend angemeldet. „Ich laufe ja sowieso, da musste ich nicht lange überlegen“, sagt Janßen. Als er am 22. auf seine erste Runde für den Vergleich mit den Schwaben ging, hatten andere schon fleißig Kilometer abgespult. „Einige haben heute Morgen schon 20 Kilometer hinter sich gehabt“, fügt er hinzu. Die absolvierten Strecken werden über die Apps oder auf den Internetseiten der Veranstalter eingetragen. Dadurch ist es möglich, fast in Echtzeit Zwischenstände abzurufen. Und die sahen für die Schwaben nicht gut aus. An den Feiertagen waren die Läufer fleißig unterwegs. Auch Thilo Janßen drehte in Friedeburg seine Runden. Die Challenge sei ein guter Anreiz, auch über Weihnachten zu laufen, erklärt er. Schließlich neigen auch Sportler dazu, es über die Feiertage etwas ruhiger angehen zu lassen. Druck machen will er sich aber nicht. Wie viele andere auch, läuft er sein normales Pensum und vielleicht ein paar Runden extra.

Zeiten spielen dabei keine Rolle. Laufen, Walken oder Spazierengehen – jeder zu Fuß absolvierte Kilometer zählt. Nach dem großen Erfolg des virtuellen Ossiloops im Mai ist die Laufbereitschaft in der Region ungebrochen. Neben Lauftreffs sind Nachbarschaften, Familien, Freundeskreise und andere Sportvereine unter einen Namen an den Start gegangen. Fuß-, Hand- und Volleyballer sind ebenso dabei, wie Sportschützen, Boßler und Turner. Wie beim Ossiloop haben sich auch viele Gruppen aus Firmen, Behörden und Schulen angemeldet.

Jeder läuft auf seiner Heimstrecke

Dabei ist jeder einzelne auf seiner Heimstrecke unterwegs. Und diese Strecken liegen nicht nur in Ostfriesland. Starter aus Friesland, Wilhelmshaven, dem Ammerland und Oldenburg sind ebenso dabei, wie zahlreiche Butenostfriesen. Gelaufen wird in Nordrhein-Westfalen ebenso wie in Schleswig-Holstein. Anmeldungen liegen auch aus dem Ausland vor. Selbst im Schwabenland sind einige Nordlichter für das Team Ossiloop unterwegs. Schnell machten Hochrechnungen die Runde, wann die 100 000 Kilometer geknackt werden. Doch das stürmische Wetter an der Küste sorgte für Verzögerungen. Bei vielen siegte Vernunft über Ehrgeiz und die Sportler verzichteten darauf, bei starkem Wind durch den Wald zu laufen. Am Sonntag um 12 Uhr war es aber soweit. Die Athleten aus dem hohen Norden erreichten als erste die magische Marke. Und viele konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sie auf den Zwischenstand blickten, denn die Schwaben hatten noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Knapp 46 800 Kilometer standen zu diesem Zeitpunkt für die Teilnehmer aus dem Süden zu Buche.

Regionen mit ähnlichen Voraussetzungen

Dabei waren die Voraussetzungen durchaus ähnlich. Sowohl Ostfriesland als auch die Region Ulm/Neu-Ulm und die umliegenden Landkreise haben etwa 500 000 Einwohner. Doch die Laufbegeisterung im Norden ist offensichtlich größer. Dass aber mehr als 5000 Sportler für die Ostfriesen starten werden, damit haben auch die Verantwortlichen des Ossiloops nicht gerechnet. Immerhin sind das noch einmal 1700 Athleten mehr als bei der virtuellen Auflage des Etappenlaufs im Mai. Doch die Sportler haben sich an das neue Format gewöhnt. Auch wenn sie lieber in ihrer Gruppe und vorbei an Zuschauermassen laufen, hat die virtuelle Austragung auch ihren Reiz. Für Thilo Janßen spielt da die freie Wahl von Ort und Zeit eine große Rolle. Er ist selbst Fan des Ossiloops, doch er hat es erst ein Mal geschafft, teilzunehmen. 2013 ist er mit dem Team von Möbel Buss gestartet. Die gemeinsamen Touren mit dem Bus, die Masse an Läufern und vor allem die Zuschauer haben ihn begeistert. „Überall sind Leute und feuern dich an. Und die sind nicht nur für die Spitze da. Jeder wird unterstützt“, berichtet er. Gerne hätte er auch in den vergangenen Jahren mitgemacht, doch der Ossiloop kollidierte immer wieder mit seinen Verpflichtungen beim Fußball.

Noch ist für die Läufer nicht Schluss

Und mit Erreichen der 100 000 Kilometer ist noch lange nicht Schluss. Denn auch wenn das Etappenziel mit deutlichem Vorsprung absolviert wurde, geht die Challenge weiter. Am 10. Januar werden die Organisatoren sehen, welche Region mehr Kilometer in den Beinen hat. Der Vorsprung der Ostfriesen ist zwar beachtlich, doch die Schwaben haben noch nicht aufgegeben. Als im Norden der Sturm übers Land fegte, haben sie etwas aufgeholt. Viele fühlen sich an der Sportlerehre gepackt und wollen ihr Laufpensum in den kommenden Tagen noch erhöhen. Aber auch die Ostfriesen und ihre Mitstreiter aus der Region werden die Laufschuhe sicherlich nicht im Schrank verstecken. Vielleicht gelingt es sogar, die Schwaben zu überrunden und am 10. Januar einen Vorsprung von 100 000 Kilometern zu erreichen.

Bäume pflanzen durch Spenden

Ein Gewinner steht übrigens schon jetzt fest: das Klima. Denn die Schwaben pflanzen für jeden ihrer Teilnehmer einen Baum. Auch auf ostfriesischer Seite hat jeder Starter bei der Anmeldung die Gelegenheit, zu spenden. Für das Projekt Bäume pflanzen in der Stadt Leer sind bereist 14 500 Euro zusammengekommen. Die Organisatoren auf beiden Seiten hoffen, dass sich auch in den kommenden Tagen noch Läufer anmelden und so die Aktion unterstützen. Die Teilnahme an der Challenge selbst ist kostenlos.

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 29.12.2020

OSTFRIESLAND. (jos) Die Ossiloop-Challenge „Schwaben gegen Ostfriesen“ nimmt Fahrt auf. Mehr als 1000 Anmeldungen sind bereits eingegangen. Der Ulmer Organisator Markus Ebner hat nun das erste Ass aus dem Ärmel gezogen. Für das Team der Schwaben wird Dieter Baumann an den Start gehen. Baumann gewann bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona die Goldmedaille über 5000 Meter. „Die Schwaben können nicht nur sparen, sie können auch laufen“, lautet die Kampfansage aus Ulm.

„Was nützt ein Dieter Baumann gegen je zwei Ostfriesen“, hält Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes dagegen. und seine Rechnung geht auf. Aktuell haben sich 1239 Schwaben angemeldet. Dem stehen mehr als 2500 Läufer aus Ostfriesland gegenüber.

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 21.12.2020

 

OSSILOOP - Schwaben fordern Ostfriesen heraus

Die Läufer des Ossiloop werden zum Jahresende von denen des Einsteinmarathons in Ulm  herausgefordert.   ARCHIVBILD: Christoph Sahler
Die Läufer des Ossiloop werden zum Jahresende von denen des Einsteinmarathons in Ulm herausgefordert. ARCHIVBILD: Christoph Sahler

OSTFRIESLAND. (WRS) Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes gehen die Ideen für Veranstaltungen kaum aus. Er hat sich etwas Neues zum Jahresende ausgedacht. Eine Herausforderung für die Gemeinschaft der Ossilooper und ihren Freunden. Läufer aus Baden-Württemberg fordern die Ostfriesen heraus.

Wirtjes pflegt Kontakte ins Schwabenland. Er kennt die Macher vom Einsteinmarathon aus Ulm. Dort hielt er sich im Sommer auf und es wurde die Idee von einer Challenge geboren. Nun ist es so weit. Die Ulmer und ihre Mitstreiter glauben, dass sie vom 22. Dezember bis zum Sonntag, 10. Januar 2021 nicht nur eher die 100 000 Kilometer Laufen als die Ossilooper, sondern am Ende auch mehr Kilometer gelaufen, gewandert, gewalkt und spaziert sind.

Nord gegen Süd

Wirtjes freut sich auf das Nord-Süd-Duell. Er meint: „Die Zeit über Weihnachten wird in diesem Jahr außergewöhnlich. Reduzierte Kontakte, aber viel Zeit für Bewegung. Mit der Wintersonnenwende am 22. Dezember wird die Motivation, sich draußen zu bewegen, steigen. Die länger werdenden Tage, die Aussicht auf einen baldigen Impfstoff, machen Hoffnung und optimistisch auf ein besseres Jahr 2021.“ Wirtjes glaubt, dass die Challenge ähnlich attraktiv sein kann, wie die erste Austragung des Ossiloop anners im Mai dieses Jahres. Damit könne erneut ein Gemeinschaftsgefühl geschafft werden, das bei den Ossiloopern jetzt schon außergewöhnlich groß ist.

Teilnahme kostenlos

Das Mitmachen ist gratis. Dazu gehört auch die Startnummer inklusive Versand. Auf beiden Veranstalterseiten gibt es bei der Anmeldung die Möglichkeit, für ein Nachhaltigkeitsprojekt zu spenden. Geld, um Bäume zu pflanzen. Die Gesamtkilometer werden in der Ossiloop-App gesammelt oder man trägt sie auf der Seite des Veranstalters ein. Täglich werden die Kilometer aus Baden-Württemberg mitgeteilt. Damit kann das Duell in zwei parallel wachsenden Gesamtkilometerbalken verfolgt werden.

Anmeldung per App

Anmelden kann man sich über die Ossiloop-App oder die Internetseite von Spaß mit Sport. Die Anmeldung wird am 14. Dezember geöffnet. Es zählen alle Kilometer, die zu Fuß zurückgelegt werden. Also Wanderer, Walker, Läufer, Spaziergänger. Jeder kann mitmachen, Ossilooper sowie Freunde und Unterstützer überall in Deutschland und der Welt. Die App registriert die Kilometer, aber auch andere Messalternativen sind möglich. Die Bedingungen sind wie beim Ossiloop anners.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 11.12.2020

 

 

OSTFRIESLAND. (as) Edzard Wirtjes hatte es im Vorfeld schon angekündigt – dieses Jahr würde es mehr Dörloper beim Ossiloop geben als sonst. Jetzt, nach dem virtuellen Ossiloop, der für alle so ganz anders war als die bisherigen Ausgaben, steht es fest: 3282 Läufer dürfen sich über das begehrte Dörloper-Shirt freuen. Starteten bei der ersten Etappe 3406 Ossiloper gemeinsam und doch irgendwie getrennt voneinander, waren es bei der letzten Etappe immer noch 3348. Davon bestritten laut Veranstalter aber auch nur 3282 alle Etappen.

Die wenigsten Läufer wagten sich beim vierten Teilstück auf die Straße. Da galt es, knapp zwölf Kilometer zu absolvieren, die längste Strecke von allen sechs. Trotzdem meisterten diese auch 3366 Starter.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 20.05.2020

 

Aus der Notlösung wird eine Erfolgsgeschichte / Organisator Edzard Wirtjes zieht positives Fazit – Erfahrungen bieten Möglichkeiten für die Zukunft / Mit der großen Zahl der Läufer hatten die Verantwortlichen selbst nicht gerechnet. Abschluss an einen traditionsreichen Ort.

Edzard Wirtjes präsentierte in Dunum das neue Dörloper- shirt.BILD: Jochen Schrievers
Edzard Wirtjes präsentierte in Dunum das neue Dörloper- shirt.BILD: Jochen Schrievers

OSTFRIESLAND. (JS) Mit der sechsten Etappe ist gestern der 39. Ossiloop beendet worden. Statt gemeinsam vom Meer nach Leer, absolvierten die Athleten ihre Teilstücke in ihrem persönlichen Umfeld. Auch wenn vielen die gemeinsamen Busfahrten und das Wiedersehen mit alten Bekannten fehlte, fiel die Meinung zum „Ossiloop anners“ durchweg positiv aus. Die Läufer, ihre Familien und Freunde haben sich in den vergangenen drei Wochen dafür einiges einfallen lassen.

Der alte Genossenschaftsschuppen in Dunum findet im Laufe des Jahres wenig Beachtung. Auch gestern morgen schlummerte das Gebäude seinen Dornröschenschlaf. Die Treppe zur Laderampe ist grasbewachsen, die Fugen zwischen den Klinkern sind stellenweise zerbröckelt. Einmal im Jahr ist hier jedoch richtig was los. Denn schon seit der ersten Auflage 1982 ist der Schuppen Start- oder Zielort einer Ossiloopetappe. Seit vielen Jahren schenken dort die Dunumer Landfrauen Tee aus. Gestern morgen machten sich jedoch nur zwei Läufer bereit, um von dort auf ihre letzte Etappe des Ossiloop 2020 zu gehen: Heike Dirks und Edzard Wirtjes aus dem Orga-Team. Auf die Strecke geschickt wurden sie vom Dunumer Lauf-Urgestein Eibo Eiben, der standesgemäß mit Startklappe zur Stelle war.

Auch wenn in diesem Jahr alles anders war, ziehen fast alle ein positives Fazit.

OSTFRIESLAND. (von Jochen Schrievers) Viele waren skeptisch, doch eigentlich alle sind letztlich froh, sich angemeldet zu haben. Der 39. Ossiloop liegt hinter den Athleten, die sich einiges haben einfallen lassen, um doch noch ein bisschen vom gewohnten Ossiloop-Gefühl abzubekommen. Geschichten, die sonst in den Bussen zu den Startorten und nach der Etappe in Richtung Heimat ausgetauscht worden sind, wurden diesmal per Whatsapp und Facebook erzählt. Und an den kleinen Geschichten, die den Ossiloop so besonders machen, hat es nicht gefehlt. Das lag nicht nur an den Läufern selbst, sondern auch an denen, die sonst im Zielbereich und an der Strecke die Athleten anfeuern. Zieleinläufe auf der eigenen Einfahrt und persönliche Fanclubs an der Strecke sorgten dafür, dass die Läufer motiviert blieben. Und wer von den etwa 3500 Startern hat nicht schon einmal davon geträumt, als Erster ins Ziel zu kommen, oder ein persönliches Begleitfahrrad zu haben. All das war in diesem Jahr möglich. Da jeder für sich alleine laufen musste, eröffneten sich zudem ganz neue Möglichkeiten. Laufen mit Kinderwagen oder Hund – alles kein Problem.

Die dezentrale Austragungsform erlaubte es auch Läufern, die nicht vor Ort sind, am Ossiloop teilzunehmen und so ein Stück Heimat zu importieren – wohin auch immer. Rund um den Globus wurde gelaufen. Und wer gar nicht ohne die Anfeuerungsrufe von Heino Krüger im Ziel auskam, der bekam zu jeder Etappe ein passendes Video geliefert. Der Ossiloop 2020 hat zwar allen Spaß gemacht, dennoch freuen sich fast alle schon jetzt darauf, im kommenden Jahr wieder im gewohnten Modus starten zu können. Denn ganz an das Original kam die neue Form eben doch nicht heran. Auch in den kommenden Wochen und vielleicht Monaten werden die Läufer alleine auf den Strecken in Friesland, Ostfriesland und dem Rest der Welt unterwegs sein. Viele von ihnen werden dabei ihr neues Dörlopershirt tragen. Denn die begehrte Trophäe darf natürlich auch in einem Jahr, in dem fast alles anders ist, nicht fehlen.

Edzard Wirtjes zieht nach Halbzeit erstes Resümee / Viel positives Feedback

 

LEER. (as) Die dritte Etappe ist geschafft und damit Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Organisator Edzard Wirtjes ist zufrieden mit dem bisherigen Ablauf und freut sich über das starke Gemeinschaftsgefühl. Läufer aus 21 Nationen sind unterwegs.


Edzard Wirtjes ist während des „Ossiloop anners“ nicht nur mit seinem Rad unterwegs.Archivbild: Thomas Breves
Edzard Wirtjes ist während des „Ossiloop anners“ nicht nur mit seinem Rad unterwegs.Archivbild: Thomas Breves

 

„Deine Teilnahme an der dritten Etappe wurde erfolgreich gespeichert“, hieß es gestern in der Ossiloop-App bei mehr als 3000 Teilnehmern. Damit ist die Hälfte rum beim ostfriesischen Kultlauf, der in diesem Jahr so ganz anders ist, als in den 38 Jahren zuvor. Durch die App und die damit verbundene Virtualität nehmen Läufer überall auf der Welt teil – genauer gesagt in 21 Ländern. 32,4 Kilometer haben die Teilnehmer des Etappenlaufs bereits zurückgelegt. Einige, für die es möglich war, liefen die bekannten Etappenabschnitte, andere liefen auf ihren Haus- oder Lieblingsstrecken. Während das erste Teilstück 3401 Läufer zurückgelegt hatten, waren es bei der zweiten noch 3392 Starter und Organisator Edzard Wirtjes schätzt, dass nach gestern noch 3370 potenzielle Dörloper im Rennen sind. Zwar nicht zusammen, aber doch irgendwie gemeinsam bestreiten die Läufer den Ossiloop und zeigen damit, dass es auch „anners“ geht. „In diesem Jahr werden wir auf jeden Fall mehr Dörloper haben, als in den letzten Jahren“, ist sich der Leeraner sicher.

Mit dem Ablauf der ersten drei Etappen ist Wirtjes rundum zufrieden. Er selbst machte sich bei jeder Etappe morgens um 8 Uhr auf den Weg. „Ich habe den Eindruck, dass es sehr gut angenommen wird. Ich spüre, dass das Gemeinschaftsgefühl trotzdem da ist.“ Sogar gestern, an seinem Geburtstag, ließ er die Laufschuhe nicht stehen und absolvierte die 9,7 Kilometer. „Es war herrliches Laufwetter, und es lief ganz gut. Am Nachmittag bin ich dann noch einmal mit dem Rad losgefahren und habe geschaut, wen ich noch so an Ossiloopern treffe“, blickt der Organisator auf seinen Ehrentag zurück. Er freut sich immer, wenn er Läufer mit der Startnummer am T-Shirt entdeckt: „Wir kriegen unheimlich viele Bilder zugeschickt, auch von Läufern, die gar nicht hier in der Gegend laufen.“

Und genau das ist es, was den Ossiloop 2020 auch so besonders macht. Ob Walker oder Sportler aus Neuseeland oder Chile, sie alle können in diesem Jahr mitmachen – dank der App. „Natürlich haben wir schon überlegt, wie wir das auch in den nächsten Jahren für solche Läufer zu einer gemeinsamen Sache machen können. Es freuen sich gerade unheimlich viele, dass sie dabei sein können und das freut uns auch. Trotzdem soll der Ossiloop in den nächsten Jahren in seiner Ursprungsform stattfinden“, stellt Wirtjes klar. Im Vorfeld hatte es aber auch etwas Kritik an der Höhe des Startgelds gegeben, doch Wirtjes weiß die Kritiker zu besänftigen: „Auch wenn so etwas wie Streckenabsperrung und Verpflegung dieses Mal weggefallen ist, hatten wir alte und neue Kosten, die gedeckt werden mussten. Die App, der Versand der Shirts und Startunterlagen oder auch die Arbeit mit den Umbuchungen und Rückzahlungen mussten finanziert werden“, gibt der Organisator zu und fügt an: „Von der Kritik habe ich aber auch gar nicht viel mitbekommen. 95 Prozent der Läufer, mit denen ich zu tun hatte, waren froh, dass wir den Ossiloop überhaupt veranstalten.“

Am Freitag steht die vierte und mit 11,9 Kilometern auch längste Etappe an. Von da an rückt das begehrte Dörloper- Shirt in greifbare Nähe. Sicherlich wird Edzard Wirtjes auch dann wieder mit seinem Rad unterwegs sein, um Ausschau nach dem einen oder anderen Ossilooper zu halten.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 06.05.2020

 

So habe ich, Franz Bruners, Administrator der MTV-Homepage, meine erste Ossiloop-Etappe erlebt.

Das diesjährige Laufshirt muss man sich erst noch verdienen und so lange muss ein früher erlaufenes Shirt nochmal ran...

Der Ossiloop 2020, ein ganz besonderes Event in Corona-Zeiten, ist seit heute unterwegs. Nicht, wie gewohnt, in einem Pulk von Tausenden von Läufern, sondern ganz ruhig und jeder für sich. Allein das riesige Zeitfenster, in dem man seinen Lauf absolvieren kann (an den Lauftagen zwischen 8 Uhr morgens und 21 Uhr abends), kommt dem einzelnen Läufer sehr entgegen, kann er/sie doch den individuell optimalen Zeitpunkt wählen und vielleicht sogar einem ungemütlichen Regenschauer ausweichen. Heute in den frühen Morgenstunden war das Wetter jedenfalls ideal und so konnte man die 11,2 km gut im eigenen Tempo genießen. Auf das Osssiloop-Feeling musste ich auch nicht völlig verzichten, denn auf meinem Weg traf ich auf zwei weitere Ossilooper, die mir jeweils mit breitem Lächeln auf dem Gesicht entgegen kamen. Die App funktionierte einwandfrei und nach genau 11,2 Kilometern teilte sie mir mit, dass ich das Tagesziel erreicht hatte. Leider musste ich noch eine weitere Strecke bis zum geparkten Auto drauflegen - aber nützte ja nix!

Insgesamt muss man den Organisatoren um Edzard Wirtjes ein großes Lob und einen ebensolchen Dank aussprechen, dass sie einen Weg gefunden haben, dass diese, von so vielen geliebte Kultveranstaltung trotz der widrigen Umstände stattfinden kann. Ich freue mich schon auf die restlichen Etappen...

 



Liebe Ossiloper,

es sind nur noch wenige Stunden, dann öffnet sich das Zeitfenster und die ersten Läufer werden auf die Startetappe gehen. Zwischen 8 Uhr morgens und 21 Uhr abends werden in 17 Ländern und in ganz Deutschland 3500 Läufer mit Startnummer 11,2 km Laufen, Walken, Wandern mit Hund, Babyjogger…aus diesem Bewusstsein entsteht das „anners“ Gemeinschaftsgefühl – 6x in drei Wochen

Die letzten Wochen waren eine emotionale Achterbahnfahrten. Danke nochmal für die große Zustimmung und Unterstützung des „Projekts“.

Über den Webinarraum von Ultrasport nutzen wir die Möglichkeit heute Abend live um 20 Uhr eine Begrüßung an alle Teilnehmer, die sich über diesen link einloggen:

dr-feil.com/ossiloop

durchzuführen. Dr. Wolfgang Feil – Nährstoffexperte – aus Kusterdingen und in diesem Jahr auch Teilnehmer gibt dazu Tipps zur Regeneration für den Ossiloop. Dazu lade ich euch herzlich ein.



Ein paar letzte Infos noch:

App
Die Zeitmessung läuft nun stabiler. Die Fehlerhafte Streckenmessung bei einigen Geräten wird noch untersucht.
Da es über die offiziellen Wege von Apple und Google zu Verzögerungen bei Updates kommt, kann die App die Updates auch "over the air" installieren. Diese OTA Updates sind direkt verfügbar, sobald sie eingespielt wurden. Diese Updates könnt ihr installieren, indem ihr eure App ein paar mal neu startet. In dem neuesten Update wird eine entsprechende Benachrichtigung unter "Home" angezeigt, wenn neue Updates verfügbar sind, dann ist es nicht mehr nötig die App neuzustarten.

Teamwertungen
Beim Multi Schulen Cup und EWE Mannskupp fehlen noch einige Meldungen, die können online ausgeführt werden, denkt bitte daran.

Bilder
Schickt uns gern auch Bilder und kleine Filme für die Seiten, bzw. für ossiloop.tv, unseren Kanal.

Vielen Dank an die vielen Unterstützer von Fortuna Logabirum und RSV Leer beim Eintüten und Austragen der Startunterlagen. Matthias hat mit seinen Mitstreitern in sehr kurzer Zeit eine App erstellt, die funktioniert und weiter optimiert wird.

Bitte haltet euch an die Distanzregeln und tummelt euch nicht auf den bekannten Strecken und denkt auch noch mal an die, die seit Wochen unter Dauerstress an der Bewältigung der Krise arbeiten.

So und nun wollen wir laufen – dabei viel Spaß und liebe Grüße,
Edzard

Anmeldefrist ist abgelaufen – Teilnehmer aus acht verschiedenen Ländern gehen an den Start

Virtualität ermöglicht es den Läufern dieses Jahr beim Ossiloop von ihrer Haustür  aus zu starten - von überall auf der Welt.   Karte: Max Wappler
Virtualität ermöglicht es den Läufern dieses Jahr beim Ossiloop von ihrer Haustür aus zu starten - von überall auf der Welt. Karte: Max Wappler
 

Unter den gemeldeten Läufern befindet sich viel Prominenz aus der Literaturszene und dem Fernsehen.

Ossiloop-Organisator Edzard WirtjesarchivBILD: Thomas Breves
Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes  BILD: Thomas Breves
 

OSTFRIESLAND. (ah/AS) Dieses Jahr ist alles anders – zumindest beim Ossiloop. Das ist nicht nur der App geschuldet, mit deren Hilfe jeder von zuhause aus loslaufen kann, sondern auch dem Starterfeld. Durch die App ist der Lauf viel internationaler und mit Teilnehmern besetzt, die hier eher nicht als Läufer bekannt sind. Der Meldestand hat die 2000er Grenze überschritten. Starten wollen jetzt auch zunehmend Walker und Wanderer an. Anmeldungen sind aber noch bis zum 25. April online möglich. Die App ist erfolgreich getestet worden und befindet sich jetzt in der Antragsphase bei Google und Apple. Am 25. April wird es als Warm-Up einen Testlauf zwischen 10 und 16 Uhr für alle Teilnehmer geben.

Im Rahmen der Abmeldefrist hatten sich etwa 40 Prozent der Teilnehmer dazu entschieden, nicht mitzumachen. Weitere zehn Prozent haben Startplatz auf 2021 übertragen. Auch Neuanmeldungen sind eingetrudelt. Sie kommen aus der ganzen Welt – inzwischen aus acht Ländern: Österreich, Schweiz, USA, Niederlande, Großbritannien, Schweden und Bali. In der Teilnehmerliste stehen auch einige bekannte Namen aus Literatur und Fernsehen. So hat Schriftsteller Jan Brandt (Ihrhove läuft in Berlin) einige seiner Kollegen motiviert: Sasa Stanisic (Deutscher Buchpreisträger 2019 – Titel „Herkunft“ (läuft in Hamburg), Jan Wagner (Preis der Leipziger Buchmesse) und Thomas Pletzinger („The Great Nowitzki“) sind mit dabei. Aus den Frieslandkrimis ist Schauspieler Holger Stockhaus (Bestatter Habedank (läuft in Stuttgart) im Teilnehmerfeld vertreten. Sie alle können dieses Jahr mitmachen, weil jeder für sich dort laufen kann, wo er gerade ist.

Leichtathletik - Jever-Fun-Lauf soll bislang wie geplant stattfinden – Veranstalter entscheiden Ende April neu

Ob der beliebte Schortenser Jever-Fun-Lauf wie in den vergangenen Jahren stattfinden  kann, ist noch nicht sicher. Die Verantwortlichen beraten Ende April.   BILD: Thomas Breves
Ob der beliebte Schortenser Jever-Fun-Lauf wie in den vergangenen Jahren stattfinden kann, ist noch nicht sicher. Die Verantwortlichen beraten Ende April. BILD: Thomas Breves

Für die virtuelle Form des Ossiloops hat sich inzwischen auch eine Läuferin aus Österreich angemeldet.

FRIESLAND/OSTFRIESLAND. (AS/Mün) Der Organisator des Jever-Fun-Laufs Rudolf Budweg und sein Team sind besorgt. Die derzeitige Ausnahmesituation rund um das Coronavirus zwang Veranstalter großer Marathons und Laufveranstaltungen in ganz Deutschland in den vergangenen Wochen zu Absagen – zu ungewiss ist die Zukunft. Zwar soll der Internationale Schortenser Jever-Fun-Lauf erst im August stattfinden, doch Gedanken machen sich die Verantwortlichen bereits jetzt.

„Vom Kopf her gehen wir gerade davon aus, dass der Jever-Fun-Lauf stattfinden wird. Daran halten wir auch erst einmal fest und entscheiden Ende April neu. Wir sind im Team die ganze Zeit in Kontakt. Vielmehr als die Durchführung, sorgt uns momentan die Situation der Sponsoren und Geschäfte“, erklärt Budweg. Viele von ihnen sind durch die momentane Lage wirtschaftlich betroffen. Aus diesem Grund stellte das Organisationsteam die Akquise von Anzeigen und Unterstützern zunächst ein. „Das ist momentan keine Zeit, in der man fragt, ob irgendwer eine Anzeige schalten will“, stellt Budweg klar. Für ihn ist derzeit Geduld das Gebot der Stunde. Er ist sich jedoch sicher, dass der Jever-Fun-Lauf im August stattfinden wird. „Wie und in welcher Form, müssen wir aber abwarten.“

Nicht mehr abwarten müssen die Organisatoren des Ossiloops um den Verantwortlichen Edzard Wirtjes. Nachdem sie den Lauf in der regulären Form schon vor zwei Wochen abgesagt und bekannt gegeben hatten, ihn virtuell stattfinden zu lassen, läuft die Vorbereitung auf Hochtouren. „Die App ist entwickelt und in der Testphase. Bisher kriegen wir jeden Tag neue Anmeldungen und das inzwischen aus ganz Deutschland und aus Österreich“, erklärt Edzard Wirtjes. Eine Wienerin habe sich angemeldet ebenso wie ein Berliner. Zwar hätte das Team auch rund 700 Ab- und 200 Ummeldungen auf das nächste Jahr erhalten, aber Wirtjes schätzt, dass trotzdem etwa 1500 bis 1700 Läufer mitmachen werden.

Das System stößt auf Begeisterung. „Wir haben das Zeitfenster der Etappen von 20 Uhr auf 21 Uhr erweitert und wollen jetzt auch überregional Werbung machen. Schließlich ist es mit der App möglich, von überall auf der Welt teilzunehmen.“ Heute endet die Um- und Abmeldefrist. In ein paar Tagen hat Wirtjes die genauen Zahlen und die Gewissheit, wie viele Menschen virtuell mitlaufen. Und noch etwas Gutes bringt die Virtualität mit sich: Wirtjes selbst kann nach 14 Jahren als Organisator endlich wieder selbst teilnehmen, da er sonst während der Etappen immer voll eingespannt war.

Auf Virtualität setzen auch die Veranstalter des Gorch-Fock-Laufs in Wilhelmshaven. Anmeldungen lagen vor, 1500 Medaillen waren bestellt, viel Arbeit im Vorfeld bereits erledigt – jetzt steht fest: Der Gorch-Fock-Lauf wird am 14. Juni nicht wie geplant stattfinden. „Wir halten es als organisierender Verein für eine falsche Botschaft, zu einer eventuell Viren verbreitenden Großveranstaltung aufzurufen, selbst wenn sich die Situation im Juni wieder verbessert haben sollte“, stellt Inga Bernsau fest. Die Entscheidung, den Lauf abzusagen und stattdessen einen virtuellen Lauf anzubieten, sei im Gorch-Fock-Lauf-Verein einstimmig gefallen.

Die Verantwortlichen bitten um Verständnis, dass jetzt alles Weitere nicht sofort erledigt werden kann. „Wir werden mit allen, die sich angemeldet haben, Kontakt aufnehmen. Und wir wollen die Gemeldeten finanziell entschädigen. Aber wir werden eine Bearbeitungsgebühr nehmen müssen, weil uns ja auch durch die Zusammenarbeit mit dem Zeitnehmer, der auch die Anmeldungen verwaltet, Kosten entstanden sind. Und auch Rückerstattungen kosten Geld.“ Grundsätzlich spielt für Bernsau aber auch ein zutiefst menschlicher Aspekt eine Rolle: „So eine Veranstaltung organisierst du, wenn du den Kopf frei hast. Aber wer hat das im Augenblick?“

 aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 31.03.2020