HANDBALL - HVN will noch diese Woche eine Erklärung abgeben – Aufstieg in die 3. Liga noch ungeklärt

Auf Taktiktafeln und Bälle müssen die Sportler und Trainer vorerst weiter verzichten. Doch auch wenn die Saison abgebrochen wird, arbeitet die Handballregion an Alternativen zum Ligabetrieb. BILD: Joachim Albers
Auf Taktiktafeln und Bälle müssen die Sportler und Trainer vorerst weiter verzichten. Doch auch wenn die Saison abgebrochen wird, arbeitet die Handballregion an Alternativen zum Ligabetrieb. BILD: Joachim Albers
 

HANNOVER/WITTMUND. Die Handballer in den Staffeln des Handballverbands Niedersachsen (HVN) werden den Spielbetrieb nicht mehr aufnehmen. Das machten Präsident Stefan Hüdepohl und Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof nach einer Onlinekonferenz am Montag deutlich. Für sie ist der Saisonabbruch nur noch Formsache. „Die Beschlüsse der Bundes- und Landesregierungen zwingen uns, die Saison für die Mannschaften der Ober-, Verbands- und Landesligen sowie der Landesklassen für beendet zu erklären“, teilte Hüdepohl mit.

Am Montag hatte es einen Online-Austausch des Präsidiums mit den Vertretern der Handballregionen und -bezirke gegeben. Die Regionen waren sich einig, dem Entschluss des Landesverbandes zu folgen und den Spielbetrieb ebenfalls einzustellen. Schon vor dem Austausch mit den Regionen hatte der HVN die Vereine befragt, die mit Mannschaften in den Ober-, Verbands- und Landesligen sowie den Landesklassen vertreten sind. Allein von den 164 Vereinen der Landesliga und -klasse hatten sich knapp 90 Prozent für einen Saisonabbruch ausgesprochen. Alle bereits ausgetragenen Begegnungen sollen aus der Wertung genommen werden. Damit folgen die Niedersachsen dem Weg, den zuvor schon die Verbände aus Bayern und Baden-Württemberg eingeschlagen haben.

Laut HVN-Vizepräsident Jens Schoof hält der Deutsche Handballbund derzeit noch daran fest, in den dritten Ligen Aufsteiger aus den Oberligen aufzunehmen. „Das hat zur Folge, dass wir in den nächsten Wochen eine Abfrage bei den Vereinen der Oberligen der Frauen und Männer starten und die Bereitschaft zur Teilnahme einer Aufstiegsrunde abfragen“, sagte Schoof über das weitere Vorgehen in den Oberligen. Sobald klar sei, wie groß das Interesse ist, müsse der HVN einen Modus zur Ermittlung der Aufsteiger erarbeiten. Dabei geht es jedoch nicht nur um Spielpläne. Auch Hygiene- und Testkonzepte müssen erstellt und an die Begebenheiten angepasst werden.

Handball - Gegen die HG Jever/Schortens II gelang der fünfte Sieg der Saison - MTV Wittmund bleibt auf Kurs

Die HSG Friedeburg/Burhafe um Wencke Theis (am Ball) war den Gästen aus Friesland  in allen Belangen überlegen.   BILD: Jochen Schrievers
Die HSG Friedeburg/Burhafe um Wencke Theis (am Ball) war den Gästen aus Friesland in allen Belangen überlegen. BILD: Jochen Schrievers

Der TuS Esens II hat sich gegen den SV SF Larrelt II durchgesetzt. 22:16 hieß es am Ende der Partie.

WITTMUND. (sv) Während die Handballerinnen des TuS Esens II den ersten Saisonsieg (22:16 beim SV SF Larrelt II) in der Regionsoberliga gefeiert haben, meldete der Aufsteiger zur Regionsliga der Frauen, die HSG Friedeburg/Burhafe I, bereits den fünften Saisonerfolg. Da der Tabellenführer MSG Moorsum/Wangerland nicht aufsteigen kann, ist die HSG I jetzt erster Anwärter auf den Aufstiegsplatz zur Regionsoberliga.

Regionsoberliga Frauen

Erster Saisonsieg für den TuS Esens II: 22:16 wurde der Tabellennachbar SV SF Larrelt II bezwungen. Dabei sah es zunächst gar nicht nach diesem Erfolg aus. Die Emderinnen führten nach einer Viertelstunde mit 7:3. Doch nach und nach fanden die TuS-Spielerinnen ihren Spielrhythmus und schafften bis zum Seitenwechsel den 9:9-Zwischenstand. Nachdem Saskia Terstappen mit einem Doppelschlag erstmals eine Zwei-Tore-Führung erzielte (16:14, 44.), bekamen die Gäste Oberwasser. Dem 17:15 folgten fünf TuS-Treffer in Folge (51. bis 58.), der erste Sieg war den Bärenstädterinnen nicht mehr zu nehmen.

TuS Esens: Martin im Tor; B. Rosenbohm, Gesch, Dirks (5 Tore), Willms (4), Hinrichs, Wichmann (3), Thedinga (1), Kosel, Ihben (1), Glanzer, M. Rosenbohm (4/2 Siebenmeter), Wendeling, Terstappen (4).

Regionsliga Frauen

Die Spielerinnen des SV Bentstreek ärgerten sich nach dem Abpfiff der Heimpartie gegen die HSG Weener/Bunde über zwei ausgelassene Siebenmeterchancen – angesichts der knappen 11:12-Niederlage verständlich. Da aber auch der Gegner vier seiner sechs Strafwürfe nicht verwandelte, wurde das Ergebnis dann doch positiver bewertet, zumal der Rückstand in der 46. Minute bereits fünf Tore betrug (7:12).

SV Bentstreek: Buss im Tor; Renken, Corbach, Harms (5/3), Baumann, Utsch, Dänekas, Filonenko, Richter, Buß (2), Timker (2), Gahl (2/1), Romeik.

Der Aufsteiger HSG Friedeburg/Burhafe ließ sich auch von den taktischen Abwehrvarianten der HG Jever/Schortens II nicht nachhaltig beeindrucken. Schnell hatte sich die Mannschaft auf die offensive HG-Deckung eingestellt, scheiterte allerdings mehrmals an der guten HG-Torhüterin Sophie Hooke. Sie hatte großen Anteil daran, dass die HSG nur mit 10:7 zur Pause führte. Im zweiten Durchgang verlief die Partie bis zur 50. Minute ähnlich. Erst danach gelangen den Gastgeberinnen fünf Tore in Folge, die am Ende zum doch noch deutlichen 23:15-Sieg führten.

HSG Friedeburg/Burhafe: Frerichs im Tor; Jochens (1), Engelbrecht, Soring (4), Eilts (4), Geisler (3), Janßen (1), Ralle (1), Behrends (5), Theis (4).

Regionsklasse Frauen

Jana Lumpe sicherte dem Spitzenreiter MTV Wittmund im Spitzenspiel gegen den Verfolger FC Stern Völlenerfehn mit ihrem Treffer kurz vor dem Seitenwechsel die knappe 13:12-Pausenführung. Da sie gleich nach Wiederbeginn auf 14:12 erhöhte, läutete sie eine spannende zweite Halbzeit ein, in der der MTV nicht mehr in Rückstand geriet. Dank einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung gelang ein verdienter, aber kräftezehrender 23:20-Erfolg. Damit entschieden die Wittmunderinnen alle Hinrundenbegegnungen für sich. In dieser Begegnung half Paula Müller beim MTV als Siebenmeter-Vollstreckerin aus.

MTV Wittmund: Säfken und Böttcher (n. e.) im Tor; von Kroge, Korn (5), Müller (4/4), Ciach (5), Lumpe (7), Andreessen (1), Behrends, Kanbach, Brelage (1).

In der Sporthalle Sandhorst standen sich mit der HSG Middels/Plaggenburg und dem TSV Germania Holterfehn zwei Verfolger des Tabellenführers MTV Wittmund im direkten Vergleich gegenüber. Die Gastgeberinnen setzten sich mit 12:9 Toren durch und sind nun auf dem zweiten Tabellenplatz angesiedelt. Bis zur Pause spielte sich keine Mannschaft einen deutlichen Vorsprung heraus. Erst Mitte der zweiten Halbzeit erzielten die Gastgeberinnen durch Maike Cramer und Laura Cassens zwei Tore zur 11:7-Führung. Dieser Vorsprung wurde in der torarmen, aber spannenden Schlussphase behauptet.

HSG 08 Middels/Plaggenburg: Ufken im Tor; Schweers, Cassens (2), Cramer (4), Lefers (2), Janssen, Heinemann (1), Badberg, Baumgartner (1/1), Bünting, Heymann (1), Einnolf (1).

Die Spielerinnen der HSG Friedeburg/Burhafe II ließen die SG Obenstrohe/Dangastermoor II in der Anfangsphase des Spiels zu weit davonziehen (7:14, 35.). Erst in der restlichen Spielzeit fanden sie die richtigen Mittel, um die SG-Abwehr zu überwinden. Die 14:18-Niederlage wurde aber nicht mehr abgewendet.

HSG Friedeburg/Burhafe II: Götz im Tor; Fähnrich, Jochens. Laura (2/1), Brunokowski, Habben-Reimers, Böhling, Jochens, Lisa, Brabander (3), Meins (1), Ziemer, Bianca (1), Ziemer, Anica (2), Straub (5), Bucher.

 

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 15.01.2020

 

Handball - Platz zwei in der Vorsaison soll getoppt werden

Der MTV Wittmund hofft auch in der neuen Saison auf viele Tore von Miriam Korn(am Ball). BILD: Dennis Malso

Wittmund. (JES) Mit großen Ambitionen starten die Handballerinnen des MTV Wittmund am kommenden Wochenende in die neue Saison. Nach dem zweiten Platz in der Vorsaison, hofft das Team um Trainer Karsten Middeldorf auf den großen Coup in der Regionsklasse. „Unser Ziel ist die Regionsliga“, gibt der MTV-Coach vor, der auf die altbewährten Stammkräfte aus der Vorsaison bauen kann. „Wir hatten zwei Abgänge, haben aber auch zwei Spielerinnen reaktivieren können, sodass wir für die neue Saison gut aufgestellt sind“, berichtet Middeldorf.
Wer dem MTV die Meisterschaft im Laufe der Saison streitig machen wird, kann Middeldorf noch nicht sagen. „Man weiß ja nicht, was sich in der Pause bei den anderen Teams getan hat. Da müssen wir einfach die ersten Spieltage abwarten“, erklärt der MTV-Trainer, der mit dem Verlauf der Vorbereitung seiner Mannschaft zufrieden ist. Insbesondere das Trainingsspiel gegen den TuS Esens II, der zwei Klassen höher spielt, macht Middeldorf Mut für die neue Saison. „Wir haben nur mit vier Toren verloren“, war der Trainer zufrieden.