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Fehlende ehrenamtliche Helfer machen dem Orga-Team zu schaffen – Start an der BBS an diesem Samstag

Mit vollem Elan in die erste Kurve: Das dürfen die Läufer in diesem Jahr wieder beim Klinkerlauf in Angriff nehmen. ARCHIVBILD: Annika Schmidt

WITTMUND. Der Klinkerlauf des MTV Wittmund hat seinen festen Platz im Laufkalender der Athleten in der Region gefunden. An diesem Samstag wird die 23. Auflage gestartet, doch Henning Janssen vom Organisationsteam gibt zu, dass es diesmal eine ziemlich Kraftanstrengung war, diesen sportlichen Höhepunkt in der Harlestadt auf die Beine zu stellen. Und das hat einen Grund.

An allen Ecken und Enden fehlen ehrenamtliche Helfer. Absagen kam für die Verantwortlichen aber nicht in Frage. Dennoch, Rechnung tragen mussten die Veranstalter der dünnen Personalsituation trotzdem. Und so kommt der 23. Klinkerlauf in einer Light-Version um die Ecke. So gibt es in diesem Jahr nur für die ersten drei Platzierten der Hauptläufe über fünf und zehn Kilometer sowie für die 7,5 Kilometer Walker eine (handgestoppte) Zeitmessung. Das liegt allerdings auch daran, dass an der sanierten Bushaltestelle an der BBS-Sporthalle wichtige Markierungen fehlen, sodass das Siegel „DLV-Vermessen“ nicht mehr gegeben ist. Sicher ist aber: Spaß wird es den Sportlern auf jeden Fall wieder machen. Und darauf freut sich Henning Janssen ganz besonders. Er hofft, dass sich am Samstag viele Lauffans in ihre Sportschuhe schwingen und sich anmelden. Denn das ist ausschließlich vor Ort und nicht online möglich. Bis jeweils 30 Minuten vor dem Start dürfen die Athleten ihren Hut in den Ring werfen. Der Start- und Zieleinlauf findet auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen in Wittmund statt

Viele Medaillen und Preise gibt es vor allem beim Bambinilauf und bei den Schülerläufen zu gewinnen. Hier soll niemand mit leeren Händen nach Hause gehen. Und da auch das Wetter mitspielen soll, hofft Henning Janssen auf eine gute Resonanz.

„Für das nächste Jahr überlegen wir, den Startpunkt zu verlegen. Dann wird die Strecke auf jeden Fall auch wieder DLV-vermessen sein“, verspricht der Lauforganisator des MTV Wittmund. Einen kleinen Haken hat die ganze Sache dennoch. Sollten sich bis 2023 nicht genug Helfer finden, steht die 24. Auflage auf der Kippe. „Wir wollen den Klinkerlauf aber auf jeden Fall am Leben halten“, erklärt Henning Janssen, dem es anzumerken ist, wie schade er es fände, wenn die Athleten einen Termin im Laufkalender weniger zum Ankreuzen hätten.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 01.09.2022