LEICHTATHLETIK - Wittmunder mit deutlichem Sieg beim Landkreis-Vergleich

WITTMUND. Etwas mehr als drei Wochen haben Läufer aus den ostfriesischen Landkreisen Wittmund, Aurich, Leer und der kreisfreien Stadt Emden Kilometer gesammelt. Nun steht fest, welcher Kreis am besten zu Fuß ist. Und die Entscheidung war nicht einmal knapp. Die Wittmunder haben die anderen Kreise klar in die Schranken verwiesen. Dabei wurde die erlaufene Distanz ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt. Die Auricher haben mit rund 48 000 Kilometern die größte Strecke absolviert, doch da Wittmund nur knapp ein Drittel der Einwohner hat, reichten die 28 000 Kilometer zum deutlichen Sieg. Für die meisten Teilnehmer war der Vergleich aber ohnehin eher ein schöner Anreiz, in Zeiten ohne andere Wettkämpfe die eigene Trainingsleistung nach oben zu schrauben. Mit 130 000 Kilometern Gesamtleistung haben die Kreise gemeinsam bewiesen, dass Ostfriesland Läuferland ist – und das nicht nur beim Ossiloop. 

Die Läufer aus dem Landkreis Wittmund haben es wieder einmal allen gezeigt. Beim Vergleich der ostfriesischen Kreise gab es einen eindeutigen Sieg nach Punkten. Spannend bis zum Ende blieb es im Kampf um Platz zwei. Noch wenige Stunden vor dem Ende der Aktion lagen Aurich, Leer und Emden nahezu gleichauf. Am Ende hatten die Auricher knapp die Nase vorn.

Gewertet wurden die Kilometer pro Einwohner. Da Wittmund mit knapp 57.000 Einwohnern deutlich weniger potenzielle Läufer hat als Aurich (190.000), brachte jeder absolvierte Kilometer gut dreimal so viele Punkte ein. Aurich steuerte mit gut 48.000 Kilometern zwar deutlich mehr zur Gesamtstrecke bei, in der Endabrechnung waren die Wittmunder mit ihren 28.000 Kilometern jedoch nicht zu stoppen.

Initiiert wurde der Vergleich von Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes, der die Landräte Holger Heymann (Wittmund), Matthias Groote (Leer), Olaf Meinen (Aurich) und den Bürgermeister der kreisfreien Stadt Emden, Tim Kruithoff, schnell von der Idee überzeugte. Vor allem Holger Heymann nahm den sportlichen Vergleich ernst und steuerte in den vergangenen gut drei Wochen selbst mehr als 200 Kilometer zum Sieg der Wittmunder bei. Matthias Groote lief gleich zu Beginn eine Ehrenrunde, doch es blieb bei etwa 14 Kilometern. Die anderen beiden schnürten ihre Schuhe nicht.

Irgendwo kommt der Wind immer von vorne

Gut unterwegs war auch Alfred Doden. Als Leiter der Sparte Gesundheitssport und Leiter des Lauftreffs des TuS Holtriem ist er eigentlich ein Freund des Sports in der Gruppe. „Aber das ist ja zur Zeit nicht erlaubt“, sagt er. Müßiggang ist für Doden trotzdem ein Fremdwort. Den ehemaligen Heuboden seines Hauses in Holtgast hat er zum Fitnessstudio umgebaut. Doch nicht nur an den Geräten ist er fleißig. Auch auf der Laufstrecke ist er bei Wind und Wetter unterwegs. Etwa 15 Kilometer ist die Runde auf seiner Heimstrecke lang. Dass ihm entlang des Deiches regelmäßig der Wind ins Gesicht bläst, stört ihn nicht. „Irgendwo kommt der Wind ja immer von vorne“, kommentiert er grinsend. An das Laufen ohne Begleitung hat er sich schnell gewöhnt. So kann er sein Tempo anschlagen und die Strecke vorgeben. Dennoch hofft er, dass er bald wieder mit seinen Mitstreitern des TuS Holtriem unterwegs sein kann.

Blick richtet sich in der Liste nach oben

Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, sei der Landkreis-Vergleich genau das Richtige gewesen, erläutert Doden. Alleine laufen und sich trotzdem mit anderen vergleichen können – ein ebenso einfaches wie geniales Prinzip. „Auf sowas kann auch nur Edzard kommen“, lobt Doden die Initiative des Ossiloop-Organisators. Und beim Vergleich mit anderen richtet sich der Blick stets auf die Athleten, die in der Liste weiter oben stehen. „Das ist ja nicht nur bei mir so, das erzählen alle, mit denen ich über den Vergleich rede“, sagt Doden. Auch wenn er nicht mit Spitzenreiter Andreas Pfaff konkurrieren will, ist er beeindruckt von der Ausdauer des Aurichers. 674 Kilometer gehen auf das Konto Pfaffs.

Normalerweise holt Doden seine Laufschuhe zwei bis drei Mal pro Woche aus dem Schrank. Im Rahmen des Landkreis-Vergleichs hat er sein Pensum aber nach oben geschraubt. „Ich bin etwa 20 Prozent mehr gelaufen“, erläutert der Holtgaster. Als Ansporn sei die Aktion super gewesen, fügt er hinzu. Am Ende brachte Doden es immerhin auf 170 Kilometer und gehört damit zur erweiterten Spitzengruppe. Viele alte Weggefährten und Athleten, die unter anderem beim Ossiloop recht weit vorne in den Ergebnislisten zu finden sind, ließ er hinter sich.

Zur Zeit genau das richtige

Dass die Aktion insgesamt so gut angenommen wurde, liege an der aktuellen Situation, ist sich Doden sicher. Da alle auf die gewohnten Wettkämpfe und die Trainingseinheiten in den Lauftreffs verzichten müssen, sei der Landkreis-Vergleich der bestmögliche Ersatz. „In normalen Zeiten hätte wohl kaum jemand mitgemacht“, mutmaßt Doden. So hat die Aktion aber viele dazu gebracht, den einen oder anderen Kilometer mehr zu laufen als sie es sonst getan hätten.

Ein Blick in die sozialen Medien unterstreicht seine Einschätzung. Auf Facebook und Instagram teilen Läufer aller Altersklassen ihre Strecken, Zeiten und Ergebnisse. Die persönlichen Ziele sind dabei recht unterschiedlich. Die einen genießen beim Laufen die Natur und posten Bilder von den schönen Ecken Ostfrieslands, die sie dabei entdeckt haben. Andere zeigen sich mit ihren Familien auf der Strecke oder teilen die erreichten Kilometer. Gerade in den vergangenen Tagen haben viele noch einmal kräftig nachgelegt, um bestimmte Marken zu knacken. Ob 50, 100 oder 200 Kilometer spielt dabei keine Rolle. Anerkennung, Lob und aufmunternde Worte in den Kommentaren sind der Lohn für die Mühen. „Macht ihr eigentlich auch Mal ne Pause?“, wurde unter einem Laufbild gefragt. Die Antwort ist einfach: Nein. Ostfriesland ist Läuferland, das hat der Vergleich einmal mehr eindrucksvoll bewiesen. Doch bei aller Begeisterung für den Landkreis-Vergleich warten alle darauf, endlich wieder gemeinsam auf die Strecke gehen zu können.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 26.05.2021



Wittmund klar vorn – alle anderen kämpfen um Platz zwei / Inzwischen ist die 100.000 km Marke bereits erreicht / Auch MTV-Läufer mit dabei

Beim ersten Landkreisvergleich für Fußbewegte zeichnet sich ein klarer Erfolg des Landkreis Wittmund ab. Die Wittmunder liegen (Stand Montag, 17.5. - 15:00) mit 33500 Punkten klar vor Aurich (16993), Leer (16470) und Emden (15504). Der von Spaß mit Sport (Edzard Wirtjes) nach dem Vorbild des Stadtradelns für Radfahrer organisierte Vergleich läuft seit dem 2.5. und geht noch bis zum 25. Mai. So lange können alle Teilnehmer ihre täglichen Fußkilometer eintragen, dabei ist egal, ob sie schnell rennen, mit dem Hund gehen, zur Arbeit walken oder einen entspannten Waldspaziergang machen, jeder Kilometer zählt. Insgesamt wurden schon 87166 km zurückgelegt - mehr als zweimal um die Erde – die 100 000 werden sicher noch geschafft.

Es sind schon 15 Teilnehmer dabei, die die 200 km Marke überlaufen haben. Die meisten Kilometer bei den Männern hat Andreas Pfaff (Aurich) mit 415,98 bei den Frauen Heike Limberg (Aurich) mit 305,30 Die Landräte haben jeweils die Schirmherrschaft für ihr Team übernommen und sind auch aktiv dabei. Holger Heymann, der Landrat von Wittmund, bringt es schon auf 128,66 km.  Insgesamt sind fast 2500 Teilnehmer. Sie verteilen sich auf Aurich (884), Leer (786), Wittmund (634) und Emden (183) Die Punktewertung orientiert sich an der Kilometerzahl im Verhältnis zur Einwohnerzahl.


Weitere und aktuelle Ergebnisse auf der Internetseite: ossiloop.eu, Ergebnisse.
Bis zum 20. Mai können sich noch weitere Teilnehmer anmelden und mit Kilometern ihren Landkreis unterstützen, danach schließt das Anmeldeportal (www.spass-mit-sport.deVeranstaltungen)

Mit freundlichen Grüßen
Edzard Wirtjes

LEICHTATHLETIK - Im Landkreisvergleich liegt Wittmund deutlich vorne – Viel Spaß und etwas Kritik - Auch Läufer vom MTV-Wittmund auf der Jagd nach gelaufenen Kilometern

 

Cord Schulz (von links) Kevin Schelken und Rocco Mazzitelli sammeln fleißig Punkte  für den Landkreis Wittmund. Inzwischen haben sie zusammen mehr als 200 Kilometer in  den Beinen.   BILD: Jochen Schrievers
Cord Schulz (von links) Kevin Schelken und Rocco Mazzitelli sammeln fleißig Punkte für den Landkreis Wittmund. Inzwischen haben sie zusammen mehr als 200 Kilometer in den Beinen. BILD: Jochen Schrievers
 

OSTFRIESLAND. Ostfriesen sind gut zu Fuß. Das beweisen sie nicht nur Jahr für Jahr beim Ossiloop, auch die Schwaben bekamen im Rahmen einer Challenge bereits zu spüren, dass Ostfriesland Läuferland ist. Doch eine Frage ist noch offen: Woher kommen die ganzen Läufer? Das wird aktuell im Rahmen des Landkreisvergleichs ermittelt.

Die Idee stammt von Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes, der an den Leeraner Landrat Matthias Groote herangetreten ist. Der fragte seine Kollegen Olaf Meinen (Aurich), Holger Heymann (Wittmund) und Tim Kruithoff aus der kreisfreien Stadt Emden. Und schon nahm die Aktion Fahrt auf. Läufer können seit dem 2. Mai für ihren Kreis Kilometer sammeln. Ob als Läufer, Walker oder Wanderer spielt dabei keine Rolle. Die erreichten Kilometer werden dann ins Verhältnis zur Einwohnerzahl des jeweiligen Kreises gesetzt. Der Kreis, der am 25. Mai die meisten Kilometer pro Einwohner gesammelt hat, gewinnt.

Nach einer Woche liegen die Wittmunder klar vorne. Zwar haben die Auricher mehr Gesamt-Kilometer, doch mit rund 190 000 Einwohnern ist der Kreis auch größer als Wittmund (rund 57 000 Einwohner). Insgesamt wurden schon mehr als 40 000 Kilometer gemeldet. Auch zwei der Landräte schnüren ihre Schuhe. Matthias Grote hatte nach der ersten Woche 14 Kilometer hinter sich, Holger Heymann 55. Ihren Teil zum Erfolg der Wittmunder tragen auch Kevin Schelken, Cord Schulz und Rocco Mazzitelli bei. Die Freizeitsportler aus Esens und Holtgast haben schon am ersten Tag richtig Gas gegeben. Gut 30 Kilometer betrug ihre Startrunde. Inzwischen hat jeder der drei bereits mehr als 70 Kilometer in den Beinen.

Von der Idee des Landkreisvergleichs waren sie von Anfang an begeistert, an der Umsetzung äußern sie aber auch Kritik. Zum einen gab es schon bei der Anmeldung Probleme. Daher haben etliche Läufer zwei Accounts, von denen einer mit null Kilometern in der Liste steht. Das wäre noch zu verkraften, doch auch bei der Eingabe der Ergebnisse gibt es hin und wieder Schwierigkeiten. So kann es bei schlechter Verbindung zum Server oder durch Fehlbedienung dazu kommen, dass absolvierte Strecken doppelt abgerechnet werden.

Ein weiteres Problem sehen sie bei den Sportlern selbst, die Ergebnisse ohne Nachweis eintragen können. So listen einige alle Meter auf, die sie im Laufe des Tages gelaufen sind, ob auf der Arbeit, auf dem Weg in die Küche oder zum Klo. Das entspricht nicht dem Verständnis der drei Athleten aus Esens und Holtgast. Ob jemand joggt, walkt oder wandert, spiele keine Rolle. Aber ihrer Meinung nach sollten nur Strecken eingetragen werden, die auch bewusst aus diesem Grund gelaufen werden. Da sie aus dem Bekanntenkreis wissen, dass einige das anders handhaben, ist die Vergleichbarkeit nicht mehr gegeben. Das trübt den Spaß doch etwas.

Und genau um den Spaß geht es ihnen. Auch wenn sie recht flott unterwegs sind, sind Zeiten für sie nicht wirklich wichtig. Trotzdem würden sie gerne sehen, wo sie im Vergleich mit den anderen stehen. Das ist aber nur begrenzt möglich und wird bei anderen Veranstaltungen dieser Art ihrer Meinung nach besser gehandhabt.

Doch trotz der Probleme wollen sie weiter fleißig Kilometer sammeln. Auf ihren „Sabbelrunden“, wie sie ihre Läufe nennen, geht es eben eher um das gemeinsame Hobby, als um Bestleistungen. Dabei lassen sie sich weder von technischen Schwierigkeiten, noch vom teils schlechten Wetter der vergangenen Woche aufhalten.

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 11.05.2021

 

LEICHTATHLETIK - Challenge „Schwaben gegen Ostfriesen“ bringt 15 248 Euro ein

Mann läuft backgorund mit dynamischen partikeln hergestellt Kostenlosen Vektoren

Hintergrund Vektor erstellt von starline - de.freepik.com

LEER. Rund um den Jahreswechsel haben die ostfriesischen Läufer ihren Konkurrenten aus dem Schwabenland die Grenzen aufgezeigt. Die Athleten von der Küste erreichten nicht nur schneller die angepeilte Marke von 100 000 Kilometern, sondern lagen auch in der Endabrechnung deutlich vorne. 362 336 Kilometer hatten die Ostfriesen letztlich absolviert, etwa 100 000 mehr als die Schwaben.

Gelaufen wurde jedoch nicht nur für die ostfriesische Sportlerehre. Mit der Challenge wurde auch eine Spendenaktion gestartet. 15 248 Euro sind dabei zusammengekommen. Mit diesem Geld wurde ein Baumprojekt in der Leeraner Innenstadt gefördert. Gestern sind nun im Phillipsburger Park in Loga 19 Bäume gepflanzt worden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um gewöhnliche Straßenbäume. Die Arten, wie die Flügelnuss, der Tulpenbaum, die Zerreiche oder der Eisenbaum gehörten schon vor etwa 200 Jahren zu den Exoten, als der ostfriesische Adel den Park anlegte. Mit den Neuanpflanzungen soll diese Tradition fortgesetzt und der Reiz der historischen Parkanlage erhalten werden. Geht es nach den Verantwortlichen der Stadt, werden noch Generationen von Läufern sich an den Bäumen im Logaer Phillipsburger Park erfreuen können.

Auch mit der Spendenbereitschaft haben die Ostfriesen die Konkurrenz aus dem Süden übrigens klar abgehängt. Die 4891 Walker, Läufer und Spaziergänger, die sich aufseiten der Nordlichter an der Aktion beteiligt haben, steuerten mehr als 15 000 Euro bei – drei Mal so viel wie die sparsamen Schwaben.

Auch wenn es sicherlich ein gutes Gefühl ist, etwas für den guten Zweck getan zu haben, stand für die meisten Athleten die persönliche sportliche Herausforderung im Vordergrund. Alle hoffen, dass sie möglichst bald zu den gewohnten Wettkampfformaten zurückkehren können. Aber das Fernduell gegen die Schwaben hatte für viele auch einen ganz eigenen Reiz. Daher soll die Challenge zum Jahresende neu aufgelegt werden. Ob die Ostfriesen dann wieder so deutlich gewinnen werden, darf bezweifelt werden, schließlich sind die Schwaben jetzt vorgewarnt und wissen, wie groß die Laufgemeinde im Norden ist. Ob die Sportler aus dem Ländle jedoch auch bei der Spendensumme aufholen werden, bezweifeln viele. Den Ruf als sparsam, ja teilweise sogar geizig, werden die Schwaben so schnell wohl nicht los.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 09.04.2021

 

MTV Läufer und Walker haben alle Etappen des "Ossiloop anners" hinter sich gebracht

Jahrzehntelang traffen sich im Mai die ostfriesischen Läufer (und nicht nur die...) in Leer oder Bensersiel um "von Leer ans Meer" oder umgekehrt zu laufen. Und Jahr um Jahr wurden es mehr, die sich von der Faszination "Ossiloop" anstecken ließen. Und immer waren auch die Aktiven des MTV Wittmund mit von der Partie. Im großen Bus fuhren alle gemeinsam zu den jeweiligen Startorten und nach dem Lauf wurde im Bus mit einem Glas Sekt auf den jeweiligen individuellen Erfolg angestoßen. Eine richtige Kultveranstaltung also.

Doch Corona machte den Veranstaltern schon im letzten Jahr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung: die Massenveranstaltung mit weit über 3000 Anmeldungen musste abgesagt werden. Doch damit gaben sich die Organisatoren um Edzard Wirtjes nicht zufrieden. Eine Alternative musste her und so kam man auf die Idee, eine coronagerechte, virtuelle Veranstaltung ins Leben zu rufen. Auf den alljährlichen Ossiloop konnte man doch nicht so einfach verzichten. Und so wurde zunächst ein Konzept und dann in Windeseile eine App fürs Smartphon entwickelt, mit deren Hilfe jeder auf seiner individuellen Strecke die vorgegebenen Kilometer laufen konnte. Ein Riesenerfolg, denn weltweit gab es laufbegeisterte Teilnehmer.

Selbstverständlich waren sowohl im letzten, als auch in diesem Jahr Läufer des MTV Wittmund mit am Start. Manche der Teilnehmer nahmen am Laufkurs des MTV teil und machten so gute Fortschritte, dass sie die vorgegebenen 64 Kilometer des Ossiloop anners schafften. Auch in diesem Jahr waren wieder etliche Läufer und Walker aus den Reihen des MTV Wittmund dabei und fast alle schafften die gesamte Distanz.

Elena Wachholz und Martine Siebolds haben alle sechs Etappen gemeinsam absolviert. Elena hat damit ihren 5. Ossiloop und ihre 30. Etappe geschafft! Eine super Leistung! Martine hatte leider bei der vierten Etappe Pech und zog sich eine Knieverletzung zu, die es ihr unmöglich machte, auch die restlichen Etappen zu laufen. Aber Radfahren ging noch und so begleitete sie ihre Laufpartnerin auch auf den letzten beiden Etappen auf dem Rad. So fand dieser "Ossiloop anners" doch noch ein gutes Ende.

Die übrigen MTV-Läufer kamen alle gut ins Ziel und freuen sich schon jetzt auf das nächste Jahr, in dem hoffentlich auch der "normale" Ossiloop wieder stattfinden kann. Denn das richtige Ossiloop-Gefühl kommt nur auf, wenn tausende von Läufern dicht gedrängt am Start sind und man sich am Ziel bei einer Tasse Tee und etwas Obst über seine Erlebnisse beim Lauf austauschen kann.

 

 

Ossiloop - Moderator besucht verschiedene Laufgruppen auf ihren Strecken / Besuch auch in Blersum

Kein Ossiloop ohne Heino Krüger. Gestern moderierte er in Blersum.BILDer: Jochen Schrievers
 
Kein Ossiloop ohne Heino Krüger. Gestern moderierte er in Blersum. BILDer: Jochen Schrievers
 

BLERSUM. Wer schon einmal länger im Zielbereich einer Ossiloop-Etappe gestanden hat, weiß, Heino Krüger kann einem schon auf die Nerven gehen. Aber ohne ihn fehlt einfach etwas. Seit Jahren moderiert und motiviert er beim Ossiloop und hält die wartenden Zuschauer im Ziel bei Laune. Immer hat er einen lockeren Spruch parat, kennt inzwischen alles und jeden und weiß zu fast jedem Dorf in Ostfriesland eine Anekdote zu erzählen. Seinen Kultstatus hat er sich über die Jahre redlich verdient.

Auch wenn es diesmal keine Zieleinläufe von tausenden Athleten vor dicht gedrängten Zuschauermassen gibt, Heino Krüger ist selbstverständlich beim Ossiloop dabei. Gestern hat er seinen Arbeitsplatz nach Blersum verlegt, um dort den Läufern einzuheizen. Sobald er das Mikrofon in der Hand hält, kehrt auch das schelmische Grinsen auf seine Lippen zurück. Ebenso professionell wie leidenschaftlich begrüßt er jeden Läufer, der an ihm vorbei zieht, schickt ihn mit einem Spruch auf die nächste Runde.

Doch es ist eben nicht dasselbe. Das muss auch der erfahrene Moderator einräumen. Der „Ossiloop anners“ ist in der aktuellen Situation eine gute Lösung, doch mit dem echten Etappenlauf nicht zu vergleichen. Auch Krüger vermisst die vielen Sportler und alte Weggefährten. Aber wenn er schon nicht alle Athleten im Ziel empfangen kann, so zumindest einen Teil. Und das kommt gut an. Am vergangenen Freitag war er zu Gast in Strackholt. Viele wussten nicht, dass er dabei sein würde. Umso größer fiel die Freude aus, doch etwas vom normalen Ossiloop-Trubel mitnehmen zu können.

Auch bei seiner Station in Blersum hatten alle viel Spaß mit dem Moderator. Dass er unter den Läufern auch ganz persönliche Fans hat, zeigte ein T-Shirt. Vorne trug es den Schriftzug „Moin Heino“, auf der Rückseite stand „Tschüss Heino“. Damit hatte auch Routinier Krüger nicht gerechnet. Aber auch wenn er inzwischen nicht mehr selbst als Läufer dabei ist, er ist und bleibt ganz sicher ein Teil der Laufgemeinschaft – und als Teil der Ossiloop-Familie ist er für viele ohnehin nicht mehr wegzudenken.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 17.03.2021

 
 

Henning und Henning (Henning Gralle und Henning Janssen)

 

Die Teilnehmer des "Ossiloop anners" bereiten sich inzwischen schon auf ihre dritte Etappe vor. Dabei ist die Vereinsführung des MTV-Wittmund auch stark vertreten. Vereinsvorsitzender Henning Gralle  und Schriftführer Henning Janssen, die coronagerecht ein Zweierteam gebildet haben, sind ebenso dabei wie der Homepage-Beauftragte Franz Bruners und sein Vereinskamerad Bernd Evers, die die virtuellen Etappen "vom Meer nach Leer" als Walker absolvieren.

 

Franz Bruners - Bernd Evers

 

OSSILOOP - Organisatoren haben nach der ersten Etappe nachgerüstet – Virtuell geht es vom Meer nach Leer

 

Ostfriesland. (jos) Der Ossiloop begeistert nicht nur Sportler in Ostfriesland. Ob in Singapur, Johannesburg oder Oslo – überall sind die Athleten im Einsatz. Die große Begeisterung für den Etappenlauf sorgte jedoch für technische Probleme.

Die Niederländerin Elke Visschers und Kaja Nieland aus Friesland laufen ihre Etappen  rund um Oslo.   BILD: Privat
Die Niederländerin Elke Visschers und Kaja Nieland aus Friesland laufen ihre Etappen rund um Oslo. BILD: Privat

4630 Läufer haben an der ersten Etappe des Ossiloops teilgenommen. So erfreulich die große Begeisterung für den Etappenlauf auch ist, für die Server, über die die Ergebnisse eingetragen werden können, war das etwas zu viel. Zwischenzeitlich hatten die Sportler am Dienstag die Internetseite mit ihren Anfragen lahmgelegt. Doch das Problem sollte inzwischen behoben sein. „Das erste, was wir am Morgen danach gebucht haben, ist mehr Serverleistung, damit die Seite sich nicht wieder aufhängt. Das kam unerwartet und tut uns Leid“, teilte Organisator Edzard Wirtjes mit. Nur bei den Teamwertungen, dem EWE-Mannskupp und dem Multi-Schulen-Cup, gibt es noch Schwierigkeiten. Hier ist allerdings nicht die Technik schuld, es sind noch einige verspätete Meldungen eingegangen, sodass die Wertungen erst in Kürze auf den neuesten Stand gebracht werden.

Gelaufen wird rumd um die Welt

Die meisten Läufer haben über die Aussetzer aber gelassen hinweg gesehen. Sie genießen ihre Etappen und die Bilder der anderen, die ihre Erfahrungen auf Facebook und Instagram teilen. So sind die Stars der Veranstaltung in diesem Jahr auch nicht unbedingt die Topläufer, die auf der Jagd nach Bestzeiten sind. Es sind vielmehr diejenigen, die mit Bildern von ihren Heimstrecken, für ein wenig Urlaubsgefühl in Zeiten des Lockdowns sorgen. Vor allem die Fotos von Ray Huang aus dem Team Enercon kommen gut an. Er läuft in Singapur und berichtet von Temperaturen um 30 Grad, während er im Dörloper-Shirt vor einem buddhistischen Tempel posiert. Und er ist nicht der einzige, der fernab von Ostfriesland seine Runden dreht. Wilko Hunger läuft in Johannesburg (Südafrika), Clemens Köster ist in Afghanistan unterwegs, Kaja Nieland und Elke Visschers sind rund ums verschneite Oslo unterwegs. Die beiden jungen Athletinnen absolvieren zur Zeit ein Erasmus-Semester in Norwegen. Zusammen mit ihrer Familie aus Zetel (Friesland) und ihrer niederländischen Mitbewohnerin hat sich Kaja Nieland angemeldet. Dass die jeweiligen Laufstrecken des Teams etwa 750 Kilometer Luftlinie voneinander getrennt sind, spielt beim „Ossiloop anners“ keine Rolle. Gemeinsamer Sport verbindet, auch wenn die Athleten in verschiedenen Ländern unterwegs sind. Der Großteil der Starter beim Ossiloop ist jedoch der norddeutschen Heimat treu geblieben. Auf den Strecken in und um Ostfriesland spulen sie ihre Kilometer ab.

Ossiloop steht kurz vor Aurich

Während den alten Hasen des Ossiloops die vorgegebenen Distanzen sicherlich bekannt vorkommen, fragen sich einige der Neulinge, wie es denn zu den Vorgaben kommt. Die Streckenlängen orientieren sich an den klassischen Etappen des Ossiloops. In diesem Jahr geht es – zumindest virtuell – vom Meer nach Leer. Am Dienstag stand dementsprechend das Teilstück von Bensersiel nach Dunum (11,2 Kilometer) und am Freitag die Etappe von Dunum nach Plaggenburg (11,5 Kilometer) auf dem Programm. Der Blick auf den kommenden Dienstag lässt einige Ossiloop-Fans etwas wehmütig werden. Denn das dritte Teilstück wäre die Auricher Stadtetappe gewesen. Seit 2015 machen die Läufer hier Station – und viele haben den Zieleinlauf und das Spalier der vielen Zuschauer schnell ins Herz geschlossen.

Doch auf den ganz großen Trubel müssen die Athleten wohl oder übel verzichten. Zwar werden es sich einige sicherlich nicht nehmen lassen, am Dienstag durch Aurich zu laufen, aber die Anfeuerungen auf den letzten Metern und den Konfettiregen werden sie sich denken müssen. Aber vielleicht klappt es ja im kommenden Jahr wieder mit dem klassischen Ossiloop und den gewohnten Etappen durch Ostfriesland.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 13.03.2021

 

 

Seit vielen Jahren nehmen Läufer des MTV-Wittmund am Ossiloop teil. Dieser ist allerdings sowohl im letzten, als auch in diesem Jahr gestrichen worden. Noch ein Corona-Opfer...! Aber, Edzard Wirtjes und seinem Team sei Dank, gibt es ja den "Ossiloop anners" und da sind natürlich auch etliche Aktive des MTV dabei. Insgesamt sind es 15 Teilnehmer, die unter der Fahne des MTV Wittmund an dieser Kultveranstaltung teilnehmen. Und da sind sie nicht allein. Insgesamt fast 5000 Teilnehmer hat dieser Lauf, zu dem auch Meldungen aus dem Ausland eingegangen sind. Gestern wurde, teilweise bei von der Nacht übrig gebliebenen Schneeresten und Temperaturen um den Gefrierpunkt, die erste Etappe absolviert. Bei dem für Donnerstag angesagten Sturm bleibt nur zu hoffen, dass sich das Wetter bis zum Freitag beruhigt, damit alle sicher ihre zweite Etappe hinter sich bringen können. Gut motiviert sind jedenfalls alle!

Die MTV-Ossilooper:

 

Heute steht die erste von sechs Etappen auf dem Programm - Teilnehmerrekord bei virtueller Austragung

 

OSTFRIESLAND. Der Ossiloop ist längst nicht mehr nur etwas für Ostfriesen. Die LG Fliegerhorst Upjever (Marike und Marcus Amft im Bild) ist ebenso seit Jahren dabei, wie viele andere Läufer und Gruppen aus Friesland und den umliegenden Kreisen. Heute startet die zweite virtuelle Ausgabe. Der „Ossiloop anners“ bricht dabei alle Rekorde. Sportler aus ganz Deutschland und einige Athleten aus dem Ausland wollen sich auf den sechs Etappen beweisen. Insgesamt haben sich mehr als 4800 Sportler angemeldet. Dabei fing 1982 alles ganz klein an. Gerade einmal 24 Dörlooper gab es bei der ersten Ausgabe. Einige der Pioniere sind auch in diesem Jahr wieder dabei.

 

Hilde Steinke spulte 2019 bereits ihre 225. Etappe ab. Auch wenn sie eigentlich lieber  bei Hitze läuft, ist sie auch in diesem Jahr wieder dabei..   BILD: Jochen Schrievers
Hilde Steinke spulte 2019 bereits ihre 225. Etappe ab. Auch wenn sie eigentlich lieber bei Hitze läuft, ist sie auch in diesem Jahr wieder dabei.. BILD: Jochen Schrievers

OSTFRIESLAND. 1982 hat sich Klaus Beyer mit 27 Mitstreitern auf den Weg gemacht, die erste Etappe des Ossiloops zu absolvieren. Zehn Kilometer betrug die Distanz, Melchert Stromann vom SV Holtland setzte sich in einer Zeit von knapp unter 40 Minuten durch. Weitere Läufer kamen noch im ersten Jahr dazu, insgesamt 52 Athleten bestritten im Premierenjahr mindestens eine Etappe. Seitdem hat sich viel verändert. Zwar sind einige der Pioniere der ersten Auflage noch immer dabei, wie Hilde und Diedrich Steinke vom VfL Jheringsfehn oder Eibo Eiben aus Dunum. Doch es kamen immer mehr Laufbegeisterte hinzu. Aus der gemütlichen Runde, die entlang des Ostfrieslandwanderwegs ihre Kilometer abspulte und deren Zeiten von Hand gestoppt und mit Kugelschreiber in Listen eingetragen wurden, entwickelte sich ein sportliches Großereignis mit Anhängern auf der ganzen Welt.

Die Teilnehmerzahlen gehen nach oben. 2006 übernahm Edzard Wirtjes die Organisation von Klaus Beyer. Aufgrund der stetig steigenden Teilnehmerzahlen musste die Strecke mehrfach angepasst werden. Der teilweise schmale Ostfrieslandwanderweg war mit den Menschenmassen schlichtweg überlastet. Auch die Einteilung in Startergruppen reichte nicht aus, um das Geschehen auf der Strecke ausreichend zu entzerren. Über Gedrängel auf engen Wegen oder Wartezeiten vor der Treppe an der Brücke in Leer mussten sich Läufer und Organisatoren im vergangenen Jahr keine Gedanken machen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Ossiloop erstmals dezentral und virtuell ausgetragen. Die Läufer absolvierten die vorgesehenen Kilometer auf ihrer Heimstrecke und trugen die Ergebnisse anschließend auf der Homepage oder in der App ein. Was als Notlösung gedacht war, funktionierte hervorragend. Zudem bietet die virtuelle Austragung auch Vorteile. Die Läufer können nämlich nicht nur den Ort, an dem sie starten, selbst bestimmen, sondern auch die Uhrzeit. Zwischen Mitternacht und 22 Uhr kann gelaufen werden. Doch gerade die Chance, überall auf der Welt teilnehmen zu können, kommt gut an.
Nicht nur für Ostfriesen

1982 war Herbert Flohr aus Frechen bei Köln der Exot. Als einziger Nicht-Ostfriese bestritt er zwei Etappen. Viele weitere Läufer aus ganz Deutschland und einigen anderen Teilen der Welt sollten folgen. Ob aus Friesland, dem Emsland, Sachsen, dem Allgäu oder Berlin – auch heute werden wieder überall Athleten mit ihren Startnummern vom Ossiloop unterwegs sein. Und das Phänomen Ossiloop hat dabei längst die Kreise der Lauftreffs und Sportvereine verlassen.

Das Feld wird immer bunter. Firmen, Schulen und Behörden sind ebenso am Start, wie Nachbarschaften, Familien und Freundeskreise. Auch die Namen der Gruppen haben sich gewandelt. Liefen die ersten Teilnehmer noch für die Farben des SV Holtland, MTV Wittmund oder des SC Dunum, sind inzwischen auch die Heavy-Metal-Fans von „Kuhzifer“, die Edewechter Sportler von „Heul nicht, Lauf!“ oder die „Laufburschen“ und die „Deichchicks“ mit von der Partie.

Der Ossiloop hat sich im Laufe der Jahre von einer reinen Sportveranstaltung zu einem modernen Event entwickelt. Auch wenn das nicht bei allen gut ankommt, ist das eben der Lauf der Zeit. Doch eines ist bei fast allen Startern, egal ob Athlet der ersten Stunde oder Neuling, gleich: Sie hoffen darauf, im nächsten Jahr wieder gemeinsam auf die Strecke gehen zu dürfen. Ob es dann vom Meer nach Leer oder andersherum geht, spielt hingegen keine Rolle. Aber das Wiedersehen mit alten Weggefährten und die Fahrten mit dem Bus zu den einzelnen Etappen vermissen viele doch. Da ist die virtuelle Austragung am Ende eben doch nur eine Notlösung.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 09.03.2021

 

Teilnehmer konnten am Samstag Trackingfunktion der App testen – Zugangscode wichtig - Erstmals mehr Frauen als Männer beim Ossiloop

 

OSTFRIESLAND. Am Dienstag ist es soweit, dann fällt der Startschuss zur ersten Etappe des Ossiloops. Wie schon im vergangenen Jahr findet der Kultlauf aufgrund der weiterhin angespannten Coronalage unter dem Motto „Ossiloop anners“ statt. Bis gestern waren Anmeldungen noch ohne Nachmeldegebühr möglich.

Der Andrang auf die Startnummern ist besonders dieses Jahr nicht nur ungebrochen groß (wir berichteten), wie Organisator Edzard Wirtjes gestern mitteilte, haben sich nun erstmals mehr Frauen als Männer für den Ossiloop angemeldet. „Wir haben ein sensationelles Meldeergebnis und freuen uns auf den Start“, sagt Wirtjes.

Mit der Anmeldung erhalten die Teilnehmer ihren Zugangscode für die Ossiloop-App. Diese ist in den App-Stores von Google (Android) und Apple (iOS) verfügbar. Mit dem Zugangscode können die Läufer über die App ihre zurückgelegten Etappen eintragen, die an den jeweiligen Terminen freigeschaltet werden. Wirtjes weist nochmals darauf hin darauf zu achten, dass das aktuelle Update auf dem Endgerät installiert ist. Für Android werde derzeit noch ein Update von Google geprüft, das bis morgen im Playstore herunterladbar sein sollte.

„Am Sonnabend hatten alle die Möglichkeit, besonders die Trackingfunktion der App zu testen“, erklärt Wirtjes. Dann konnten die Teilnehmer zwischen 8 Uhr und 14 Uhr eine beliebige Strecke laufen und sich mit der Funktionsweise der Ossiloop-App beschäftigen. Dazu gibt Edzard Wirtjes noch den Hinweis: „Wichtig ist: Ihr müsst nicht mit Handy laufen, eine manuelle Eingabe ist ebenfalls möglich. Aus den Erfahrungen des letzten Jahres wissen wir, dass für eine genaue Kilometermessung viele Dinge eine Rolle spielen. Zum Beispiel die persönlichen Einstellungen wie Standortfreigabe, Bildschirmschoner, Energieeffizienz, aber auch das Betriebssystem. Lest bitte dazu regelmäßig auch die FAQ (Häufig gestellte Fragen, Anm. d. Red.) auf unserer Webseite.“

Der Zugangscode wird für folgende Dinge benötigt:

Zum Herunterladen der Startnummer (bei der Verwendung von Startnummernpapier den Drucker auf „Fotodruck“ einstellen, damit die Nummer nicht verschmiert).

Eintrag der Ergebnisse im Computer, beziehungsweise, um sie an das Organsationsteam zu melden.

Ausdruck der Urkunde.

Die App ist an den Etappentagen auf die vorgegebene Länge eingestellt und von 0 Uhr bis 22 Uhr freigeschaltet. Wie schon im vergangenen Jahr gibt es auch dieses Mal wieder beide Teamwertungen. Den „EWE-Mannskupp“ und den „Multi-Schulen-Cup“. Hierzu ist eine Online-Anmeldung erforderlich, die noch bis einschließlich morgen möglich ist. Im Formularfeld „Wertung“ steht der gewünschte Cup zur Auswahl. Für Fragen steht das Team um Edzard Wirtjes unter folgender E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Mehr Informationen unter: //Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" style="color: rgb(0, 136, 83);">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 05.03.2021

 

LEICHTATHLETIK - Edzard Wirtjes sieht mehrereGründe für Rekord beim „Ossiloop anners“

Ostfriesland (KKR) Für viele ist er der läuferische Höhepunkt des Sportjahres: der Ossiloop im Mai. Als Corona-konforme Alternative gibt es dieses Jahr erneut den „Ossiloop anners“, und das nicht erst im Mai, sondern schon im März und mit einem Rekord.

 

BILD: Joachim Albers
 BILD: Joachim Albers
Die Siegerin 2019, Verena Coordes (TuS Weene), läuft auch virtuell.BILD: Jens Schipper
 Die Siegerin 2019, Verena Coordes (TuS Weene), läuft auch virtuell.BILD: Jens Schipper
 
von Kathrin Kraft - Der „Ossiloop anners“" im vergangenen Jahr war schon gut. Der „Ossiloop anners“ 2021 wird noch besser. Knapp 4200 Anmeldungen waren bis gestern Abend eingegangen, und das Meldefenster ist noch längst nicht zu. Heute in einer Woche fällt der virtuelle Startschuss für das erste Teilstück des beliebten Etappenlaufs. Mit solch einem Andrang hat Organisator Edzard Wirtjes nicht gerechnet, das gibt er offen zu. Er vermutet aber, dass verschiedene Faktoren zusammenkommen. „Ein Grund ist sicher, dass der andere Ossiloop abgesagt ist und es im Moment auch nicht so aussieht, als dass so schnell wieder andere Veranstaltungen stattfinden“, überlegt er. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr hatte der Leeraner für dieses Jahr eigentlich mit zwei Veranstaltungen geplant: dem „Ossiloop anners“ im März und dem richtigen Ossiloop live im Mai. Dieses Vorhaben ist nun um ein Jahr verschoben, es bleibt bei der rein virtuellen Ausgabe 2021. Edzard Wirtjes glaubt außerdem, dass sich diese Form, die sich bei ihrer Premiere 2020 bewährt hat, rumspricht. Die Berührungsangst mit virtuellen Läufen werde nach und nach abgebaut und vor allem für gemäßigte Hobbyläufer, Walker oder Gesundheitssportler sei die Hemmschwelle für eine Teilnahme nicht so groß. Die vielen positiven Rückmeldungen geben ihm recht und erfreuen ihn in einer Zeit, wo negative Nachrichten an der Tagesordnung sind.

Aber auch wenn der „Ossiloop anners“ sich möglicherweise dauerhaft im ostfriesischen Laufkalender einnistet, so „ersetzt das sicherlich nicht das Gemeinsame des anderen Ossiloops“, sagt Wirtjes überzeugt. „Je länger die Veranstaltung her ist, desto mehr freut man sich drauf. Es gibt Menschen, die man nur einmal im Jahr – nämlich dort – trifft.“ Da ist es Fakt, dass sich viele Läufer, Helfer, Feuerwehren und andere beteiligte Organisationen bei der nächsten Auflage drei Jahre lang nicht gesehen haben. Das Original wird also definitiv wieder Einzug in den Laufkalender halten, hoffentlich schon im nächsten Jahr. Langeweile kommt bei Edzard Wirtjes aber auch ohne Mai-Ausgabe des Ossiloops nicht auf. Die virtuelle Ausgabe fordert einiges an Organisation und Arbeit im Hintergrund, dazu kommen die verschiedenen Challenges, die der Inhaber des Sportgeschäfts „Spaß mit Sport“ organisiert und begleitet. Seine eigenen Laufschuhe stehen aber schon parat: Denn anders als die Live-Veranstaltung ermöglicht es der „Ossiloop anners“ seinem Erfinder, auch selbst teilzunehmen – in und um Leer.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 02.03.2021

 

Interesse an der virtuellen Auflage auch 2021 groß – Schon mehr als 3000 Anmeldungen

Laufen im Familienkreis heißt es auch bei Familie Amft aus Wittmund. Im vergangenen  Jahr gab es sogar ein persönliches Versorgungsfahrzeug.   BILD: Jochen Schrievers
Laufen im Familienkreis heißt es auch bei Familie Amft aus Wittmund. Im vergangenen Jahr gab es sogar ein persönliches Versorgungsfahrzeug. BILD: Jochen Schrievers

OSTFRIESLAND. Die Temperaturen steigen und vielen der Freizeitläufern kribbelt es in den Zehen. Überall auf der ostfriesischen Halbinsel sind sie wieder unterwegs und spulen ihre Kilometer ab. Vermehrt sind auch Sportler in Dörloper-Shirts zu sehen – und das aus gutem Grund. Denn in zwei Wochen geht es wieder los, der Ossiloop startet in seine 40. Auflage. Zum zweiten Mal heißt es „Ossiloop anners“ und es wird dezentral gelaufen.

Das virtuelle Format kommt bei den Athleten gut an. Mit 3405 Meldungen wurde bei der ersten Etappe im Vorjahr ein neuer Rekord aufgestellt, doch diese Marke könnte schon bald wieder fallen. Schon jetzt liegen mehr als 3000 Anmeldungen für den diesjährigen Etappenlauf vor, bis zum Startschuss am Dienstag, 9. März, werden noch viele weitere folgen. Auch wenn sich die Läufer nicht auf einer festen Strecke treffen, sind die Distanzen für die einzelnen Teilstücke vorgegeben. Gelaufen wird traditionell dienstags und freitags. 11,2 Kilometer sind am 9. März zu absolvieren, 11,5 stehen am 12. März auf dem Programm. Mit 9,7 Kilometern folgt am Dienstag, 16. März, das kürzeste Teilstück, ehe es am 19. März auf die Königsetappe geht, mit 11,9 Kilometern die längste Distanz. 9,8 Kilometer gilt es am 23. März abzuspulen, ehe am Freitag, 26. März, das Finale über 10,2 den 40. Ossiloop abschließt.

Die Organisatoren um Edzard Wirtjes haben diesmal das Zeitfenster, in dem die Strecken gelaufen und die Ergebnisse übermittelt werden können, erweitert. Die Ossiloop-App wird an den Etappentagen jeweils zwischen 0 und 22 Uhr freigeschaltet. In dieser Zeit ist auch die Eintragung der Zeiten über die Ossiloop-Homepage möglich. Das größere Zeitfenster ist jedoch nicht die einzige Neuerung. In der vergangenen Woche präsentierte Wirtjes einen neuen Sponsor. Nachdem die Arbeitsgemeinschaft der Ostfriesischen Volks- und Raiffeisenbanken beschlossen hatte, ihr Engagement zu beenden, sind die Ostfriesischen Sparkassen eingestiegen.

Die meisten Läufer wird das allerdings nur am Rande interessieren. Sie wollen einfach nur ihre Etappen laufen – egal wo. Denn der Ossiloop hat nicht nur in Ostfriesland viele Anhänger. Auch in Friesland, dem Emsland und Oldenburg werden ab dem 9. März viele Sportler mit ihren Startnummern unterwegs sein. Anmeldungen liegen auch aus anderen Teilen Deutschlands vor. Viele Buten-Ostfriesen und Urlaubs-Stammgäste sind dabei. Sie laufen in Sachsen, Baden oder Bayern. Organisator Edzard Wirtjes teilte mit, dass auch einige Anmeldungen aus dem Ausland vorliegen.

Wem dabei das typische Ossiloop-Flair fehlt, kann sich über die Homepage für einen Besuch von Moderator Heino Krüger bewerben. Er wird die Etappen dann bei Vereinen, Gruppen oder Firmen verbringen und ihren persönlichen Lauf kommentieren.

Mehr Infos unter www.ossiloop.eu

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 23.02.2021

 

Ausdauersport - Beim „Ossiloop anners“ kommen Moderatoren auf Wunsch zu den Läufern – und das ist nicht das einzig Neue

 
Ostfriesland. (jos) Auch in diesem Jahr findet der Ossiloop dezentral statt. Vom 9. bis zum 26. März werden die Läufer ihre Etappen auf ihren Heimstrecken absolvieren. Wer zusätzliche Motivation braucht, kann sich das große Ossiloop-Gefühl nach Hause holen und Moderator Heino Krüger seinen persönlichen Lauf kommentieren lassen.
 
Ossiloop-Moderator Heino Krüger hatte sich bei der ersten Ausgabe des „Ossiloop anners“  spontan dazu entschlossen, von seinem Balkon aus zu moderieren   . BILD: Vortanz
 
Ossiloop-Moderator Heino Krüger hatte sich bei der ersten Ausgabe des „Ossiloop anners“ spontan dazu entschlossen, von seinem Balkon aus zu moderieren . BILD: Vortanz
 
Ossiloop-Seriensieger Andreas Kuhlen lief 2020 mit seinem Sohn, der gemütlich im Kinderwagen  lag   BILD: Privat
Ossiloop-Seriensieger Andreas Kuhlen lief 2020 mit seinem Sohn, der gemütlich im Kinderwagen lag BILD: Privat
 

Helge Wilken lief im vergangenen Jahr als Clown verkleidet.BILD: Saathoff

OSTFRIESLAND. (SM) Nach der Schwaben-Ostfriesen-Laufchallenge ist vor dem „Ossiloop anners“. Die Challenge in den Weihnachtsferien war ein riesiger Erfolg. Der „Ossiloop anners“ mit seinen sechs Etappen vom 9. bis 26. März scheint es zu werden. Seitdem feststeht, dass es den klassischen Ossiloop coronabedingt auch in diesem Jahr nicht geben wird, steigen die Anmeldezahlen für die Variante täglich. Inzwischen ist bereits die 2500er-Marke geknackt. Im Vorjahr, bei der Premiere, machten 3432 Läufer mit.

Aus der Pandemie-Not heraus war der „Ossiloop anners“ im vergangenen Jahr eine kurzfristige Lösung, um die Kult-Laufveranstaltung nicht ganz absagen zu müssen. „Viele haben die Teilnahme genossen. Nach anfänglicher Gewöhnungsreibung“, sagt Organisator Edzard Wirtjes. Entspannter sei der Lauf gewesen, habe er als häufigste Rückmeldung erhalten. Der Modus bleibt wie er war. In sechs Etappen laufen die Teilnehmer an den traditionellen Ossiloop-Tagen dienstags und freitags die Kilometer, die auf den Abschnitten von Bensersiel nach Leer zu absolvieren gewesen wären, für sich, zeitlich ungebunden, und dokumentieren sie im Internet. Eigens dafür gibt es eine Ossiloop-App. Sie ist aber nicht zwingend erforderlich, um dabei zu sein. Es ist auch möglich, das Ergebnis im Internet über eine persönliche Identifikation über die Ossiloop-Seite einzugeben. Oder es dem Ausrichter persönlich mitzuteilen.

Der „Ossiloop anners“ wird auch diesmal wieder international. Es haben sich bereits Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich, Frankreich oder England angemeldet.

Wirtjes hat für die Neuauflage an Details gefeilt. So hat er das Zeitfenster, in dem die Ossiloop-App freigeschaltet ist, erweitert. War die im Vorjahr erst ab sechs Uhr geöffnet, ist es diesmal möglich, bereits um Mitternacht loszulaufen. Wirtjes plant auch dezentrale Moderationen. Im Vorjahr hatte sich Ossiloop-Sprecher Heino Krüger spontan entschlossen, zu Hause in Leer, von seinem Balkon aus, vorbeikommende Läufer zu unterstützen. Jetzt ist angedacht, dass Krüger mit seinem „Balkon“ zu Vereinen, Sponsoren oder Firmen reist. „Interessierte, die eine Moderation für Läufer auf dem Vereinsgelände, vor dem Firmentor oder wo auch immer wünschen, können sich melden“, sagt Wirtjes. Ist die Nachfrage größer als die Einsatzmöglichkeiten, sollen die einzelnen Etappenmoderationen verlost werden. Auch Wirtjes selbst steht als Moderator bereit: „Ich würde dann aber ohne Balkon, sondern mit dem Liegerad kommen.“

Neues gibt es auch in Sachen Funktions-Shirt. War es bisher mit der Anmeldung inklusive, müssen es die Teilnehmer jetzt extra bestellen. Wirtjes möchte so zur Entlastung der Kleiderschränke beitragen. Bei vielen Läufern stapeln sich die T-Shirts, die sie als Erinnerung für die Teilnahme an Veranstaltungen erhalten haben. Da sind bei vielen Stapel zusammengekommen. Auf das Ossiloop-T-Shirt wollen aber die wenigsten verzichten. „Es hat einen anderen Stellenwert“, hat Wirtjes festgestellt. Rund 90 Prozent der Teilnehmer, die sich bisher angemeldet haben, haben auch das T-Shirt bestellt. Auch noch ohne zu wissen, dass es diesmal ein ganz Besonderes sein wird. Erstmals wird das bis zum Schluss immer geheim gehaltene Motiv, das ohnehin schon mit Spannung erwartet wird, nach einem neuen Verfahren auf die Shirts gedruckt. „Dadurch haben wir mehr Möglichkeiten“, sagt Wirtjes, ohne Einzelheiten zu verraten. Für diejenigen, die alle sechs Etappen gelaufen sind, gibt es das Shirt mit dem Dörloper-Aufdruck. Alle, die bis zu fünf Etappen absolviert haben, erhalten es ohne. Wenn die Teilnehmer bis Anfang nächster Woche das Shirt bestellen, bekommen sie es garantiert auch in ihrer Größe. Bei später eingehenden Meldungen möglicherweise nicht mehr. „Wir werden aber großzügig bestellen“, sagt Wirtjes. Das Shirt wird vermutlich in Portugal produziert.

Seine anfangs angedachte Idee, die Teilnahme am „Ossiloop anners“ ausschließlich in einer eigenen Statistik zu belegen, hat Wirtjes wieder verworfen: „Wenn es nur einen Ossiloop in einem Jahr gibt, zählen die Etappen auch für die reguläre Ossiloop-Statistik.“ Die wird von Harm Park (TuS Weene) geführt. Wie beim klassischen Ossiloop gibt es auch bei der A-Variante wieder eine Firmenwertung, eine Vereinswertung und den Multi-Schulen-Cup. Die Startnummern, auf denen der Vorname aufgedruckt ist, können die Teilnehmer ab dem 10. Februar bei „Spaß mit Sport“ in Leer abholen oder bekommen sie zugeschickt, wenn sie dies bei der Anmeldung angegeben haben.

Und dann kann‘s losgehen. Am Dienstag, 9. März, sind 11,2 Kilometer zu laufen, am Freitag, 12. März, 11,5 Kilometer. In der zweiten Woche sind es 9,7 Kilometer (16. März) und 11,9 Kilometer (19. März). Die fünfte Etappe am 23. März ist 9,8 Kilometer lang, die Schlussetappe am 26. März 10,2 Kilometer. Und vielleicht gibt es zum Finale am 26. März ja noch ein Extra. „Das werden wir kurzfristig ankündigen“, sagt Wirtjes. Je nachdem, was in Pandemie-Zeiten möglich ist.

aus "Anzeiger für Harlingerland" vom 10.02.2021

 

 

Der in der Zeit vom 22.12.20 bis 10.01.21 erstmals ausgetragene Wettstreit, in dem Schwaben und Ostfriesen herausfinden wollten, wer die meisten Kilometer gehend, walkend oder laufend zurücklegen konnte, war eine überaus erfolgreiche Veranstaltung. Die Ostfriesen hatten zuerst die 100.000 km geschafft und gemeinsam wurden über 500.000 km (insgesamt 653.472,59 Kilometer) von den insgesamt mehr als 9000 Teilnehmern zurückgelegt. In der Zeit vom 20.12.21 bis 09.01.22 soll das Kräftemessen wiederholt werden. Veranstalter ist "Spaß mit Sport" unter der Leitung des Ossiloop-Organisators Edzard Wirtjes aus Leer.

Hier das Endresultat aus Sicht der teilnehmenden Läuferinnen und Läufer des MTV-Wittmund: